STI Smart & Different GmbH

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ÖKOLOGISCH WERTVOLL

Nachhaltigkeit steht im Vordergrund!

Eisbär

Nachhaltigkeit, Sozialkompetenz und ressourcenschonende Beratung einhergehend mit wirtschaftlich sinnvollen
Lösungen sind integraler Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie und eine der wichtigsten Grundlagen für alle unsere Tätigkeiten. Was hinter einigen wichtigen Begrifflichkeiten steckt haben wir für Sie in aller Kürze
zusammengestellt.

ÖKOSTROM

WIND-, SOLAR UND WASSERKRAFT

Ökostrom ist Strom, der vollständig aus erneuerbaren Energien wie z. B. Wind-, Solar oder Wasserkraft erzeugt wird. Im Gegensatz zu herkömmlichem Strom aus fossilen Brennstoffen wie z. B. Kohle erzeugt Ökostrom keine klimaschädlichen CO2-Emissionen und birgt auch nicht die unkontrollierbaren Risiken der Kernkraft. Auch STI Ökostrom von unseren Partnerunternehmen stammt nachweislich und vollständig aus erneuerbaren Energien.

Ökostrom ist entgegen der landläufigen Meinung oft günstiger oder zumindest preisstabil gegenüber herkömmlichem Strom. Durch unsere STI Großabnehmereinkaufsbündel partizipieren Sie ohnehin als Mitglied einer leistungskräftigen Einkaufsgemeinschaft stets von der Abnahme großer Mengen. Warum also nicht direkt mit uns auf grüne Energie umsteigen? Auf Wunsch erhalten Sie dann von uns ein dekoratives Ökozertifikat zum Aushang in Ihrem Unternehmen bzw. in digitaler Form zum Einbinden in Ihre digitalen Medien.

Ökostrom wird, wie auch Atom- oder Kohlestrom, in das deutsche Stromnetz eingespeist. Aus der Steckdose zu Hause oder im Unternehmen kommt dann der Strommix, der von der Gesamtheit der deutschen Stromverbraucher bestellt wurde. Damit dieser Strommix sich ändert und der Anteil klimafreundlicher, erneuerbarer Energien immer größer wird, kann jeder Verbraucher seinen Beitrag leisten – zum Beispiel mit einem Wechsel zu unserem günstigen Ökostrom.

ÖKOBILANZ

WIR REDUZIEREN NACHHALTIG CO2

?
KG CO2 eingespart

?
= Jahresleistung Bäume
ÖKO-ZERTIFIKAT

Wertvoller Beitrag zum Klimaschutz!

WIRTSCHAFTLICHKEITSGEBOT

EFFEKTIVITÄT IM ENERGIEBEZUG

Das Wirtschaftlichkeitsgebot verpflichtet Vermieter und Hausverwaltungen zu Effektivität im Energiebezug! Es gibt rund 40 Millionen Haushalte in Deutschland, davon heizt fast die Hälfte mit Gas. Von diesen wiederum können jedoch nur 10 Millionen den Gasanbieter selbst wechseln. Grund hierfür ist, dass es in Mehrparteienhäusern oft nur einen einzigen Gaszähler gibt und die Heizkosten anteilig auf die Mieter umgelegt und über die Nebenkosten abgerechnet werden. Das bedeutet, dass knapp 9 Millionen gewerbetreibende wie private Nutzer beim Gasanbieterwechsel auf die Hilfe ihres Vermieters oder der Hausverwaltung angewiesen sind.
Betriebskosten müssen laut § 560 BGB niedrig gehalten werden. Der Vermieter und in dessen Auftrag dann die Hausverwaltung ist aufgrund des Wirtschaftlichkeitsgebots dazu im Sinne ALLER NUTZER in der jeweiligen Liegenschaft angehalten, seine Mieter vor unverhältnismäßigen und überflüssigen Kosten zu bewahren, also die Betriebskosten so niedrig wie möglich zu halten. Hier geht von der Priorität her, die Interessenvertretung der Hausverwaltung im zeitlich mandatierten Auftrag im Namen des Vermieters in Mehr- bzw. Vielparteienliegenschaften klar Einzelinteressen vor (beispielsweise von einzelnen Beiräten). Die Hausverwaltung agiert letztlich immer mit dem Geld der Nutzer, d. h. im Bedarfsfall mit dem Geld aller Mieter.
Darunter fallen im Wesentlichen Strom- und Erdgaspreise, die einem ständigen Marktzyklus im Einkauf unterliegen. Laut Bundesnetzagentur haben jedoch trotz der Erhöhungen erst 10 Prozent der Verbraucher den Gasanbieter gewechselt. Das heißt, dass jährlich knapp 3 Milliarden Euro zu viel bezahlt werden. Ab einer zehnprozentigen Steigerung der Betriebskosten (im Vergleich zum Vorjahr) kann der Vermieter dazu verpflichtet werden, den Preisanstieg zu erklären. Eine Möglichkeit, dem entgegen zu wirken ist, den Energie-Preisvergleich aktiv seitens des Vermieters vorzunehmen. Dies nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund von intakten und möglichst langjährigen guten Beziehungen zwischen Mietern und Vermietern und deren Hausverwaltungen. Vor allem die Hausverwaltungsbranche tut gut daran, sich unterjährig mindestens 1x aktiv mit dem Thema zu beschäftigen. So stehen auch hier die Chancen für Hausverwalter besser, bei einer anstehenden Prolongation ihres Hausverwaltungsmandates vom Eigentümer wiedergewählt zu werden.
Vermieter oder Hausverwalter profitieren indirekt von der Preisersparnis bei einem Gasanbieterwechsel, denn dankbare Mieter zahlen in der Regel auch die Miete pünktlicher. Ein Anbieterwechsel kann den Nutzer um 5% bis 20% entlasten und dies jedes Jahr wiederkehrend.
Energie-Preisvergleich im 1:1 Vergleich zum Vorjahr: einfach und unkompliziert! Wir als unabhängiger Dienstleister bieten so einen pfiffigen Energie-Preisvergleich für deutsche Mittelständler an. Dort werden die verfügbaren Handelspartner auf Seriösität und kundenspezifische Vorteile streng vorgeprüft. Somit gibt es hier für Anwender bis dato keinerlei böse Überraschungen und die beim Angebot errechneten Vorteile werden zu 100% durchexekutiert.
Viele Kunden haben immer noch Angst vor einem Anbieterwechsel, obwohl es ganz einfach, schnell und unkompliziert ist. Zu Versorgungsunterbrechungen kann es auch nicht kommen, weil die Belieferung mit Gas gesetzlich gesichert ist. Man braucht dann nur noch ein Wechselformular auszufüllen. Alle weiteren Formalitäten, wie beispielsweise die Kündigung beim alten Gasversorger, erledigen wir dauerhaft für unsere Kunden. Auch der Zähler muss nicht ausgetauscht werden. Falls es mal zu einer Störung kommen sollte, ist nach wie vor der örtliche Netzbetreiber zuständig, denn diesem gehört das Gasnetz vor Ort. Der neue Gasanbieter bezahlt dem Netzbetreiber eine sogenannte Durchleitungsgebühr, damit er das Netz für die Belieferung der Kunden nutzen kann. Im Übrigen gilt das Wirtschaftlichkeitsgebot ebenfalls für den Strombezug.
KLIMANEUTRALES ERDGAS

INVESTITIONEN IN UMWELTSCHUTZ

Auch für Erdgas halten wir klimaneutrale Anteile für unsere Kunden vor. Entgegen der oftmals publizierten Formulierung Ökogas ist zu sagen, dass es Ökogas im klassischen Sinne nicht gibt. Erdgas verursacht immer Emissionen. Als Ökogas werden jedoch Tarifpakete bezeichnet, die über direkte Maßnahmen wieder emissionsseitig vom Energieversorger ausgeglichen werden. Also auch hier ein guter Grund, sich für klimaneutrale Erdgastarife der STI zu entscheiden. Dafür investieren wir mit unseren Partnern zum Beispiel in Aufforstungs- und Waldprojekte sowie den Umweltschutz. Beispielführend hierfür steht unsere eigene Umweltstiftung MENSCHEN für EISBÄREN (www.menschen-fuer-eisbaeren.com).
GLOSSAR ENERGIE

Wissenswertes von A – Z!

Sie möchten sich in Bezug auf Fachbegriffe aus der Energie- u. Energiebeschaffung informieren?
Nutzen Sie dazu gerne unser Branchen Glossar. Bei weiterführenden Fragen zögern Sie bitte nicht, uns entsprechend zu kontaktieren.
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Aktuell gibt es 68 Einträge in diesem Verzeichnis
§19–StromNEV-Umlage
Mit dem Energiewirtschaftsgesetz und der Stromnetzentgeltverordnung wurde vom Gesetzgeber eine zusätzliche Entlastung stromintensiver Industrien beschlossen. Danach können Letztverbraucher ein individuelles Netzentgelt gemäß §19 Abs.2 StromNEV beantragen. Die den Übertragungsnetzbetreibern entgangenen Erlöse werden als Aufschlag auf die Netzentgelte (§19 Strom NEV-Umlage) anteilig auf alle Letztverbraucher umgelegt.

AbLA-Umlage
Die AbLA-Umlage dient der Netzstabilität und Versorgungssicherheit. Mit ihr werden die Kosten sogenannter abschaltbarer Lasten gedeckt. Abschaltbare Lasten sind bestimmte Anlagen zum Verbrauch elektrischer Energie, deren Verbrauchsleistung auf Anforderung der Übertragungsnetzbetreiber kurzfristig zur Aufrechterhaltung der Netz- und Systemsicherheit reduziert werden kann. Die AbLA-Umlage ist ab dem 1.Januar 2014 nach §18 der Verordnung zu abschaltbaren Lasten (AbLaV) von allen Letztverbrauchern zu zahlen.

Abrechnung Netz
Die vom Verteilnetzbetreiber berechneten Netzentgelte setzen sich zusammen aus Leistungspreis, Arbeitspreis Netz, Grundpreis Netz, Blindarbeit, Messstellenbetrieb sowie Sonderdienstleistungen Messung. Die weiteren aufgeführten Positionen sind vom Gesetzgeber geforderte Steuern, Abgaben, Umlagen.

Abrechnungsverfahren
Die Abrechnung des Stromverbrauchs erfolgt je nach Tarif/Vertragsmodell in monatlichem oder jährlichem Abstand. Rechnungsgrundlage bilden die vom Netzbetreiber übermittelten Verbrauchs- und Lastprofildaten.

Abrechnungswert (Thermische Energie)
Der Verbrauchswert in Kilowattstunden (kWh) ergibt sich durch die Multiplikation des gemessenen Verbrauchswertes in Kubikmeter (m3) mit der Zustandszahl und dem Brennwert.

Abschlagszahlungen
Die Abschlagszahlungen sind eine Teilzahlung bzw. Anzahlung auf die bereits geleisteten Energielieferungen und werden mit der turnusmäßigen Endabrechnung verrechnet. Die Höhe des Abschlages orientiert sich an dem zu erwartenden Energieverbrauch.

Arbeitspreis
Der Arbeitspreis gibt den Preis pro verbrauchter Kilowattstunde (kW/h) für Energie bzw.pro Kubikmeter (m³) für Trinkwasser an. Die Höhe des Arbeitspreises orientiert sich an dem börslichen Marktpreis zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Der Arbeitspreis ist die einzige beeinflussbare Größe im Rahmen der Gesamtkondition Strom und/oder Erdgas. Die übrigen Kostenanteile aus der Gesamtkondition sind nicht beeinflussbare Nebenkosten bezogen auf die jeweilige Lieferstelle.

Arbeitspreis Energie
Der Arbeitspreis bezeichnet den Preis für eine verbrauchte Kilowattstunde Energie.

Arbeitspreis Netz
Der Arbeitspreis bezeichnet den Preis für einen in Anspruch genommenen Verbrauch in Kilowattstunden (kWh) der über das technische Netz des jeweiligen Netzbetreibers bezogen wird.

Bilanzierungsumlage
Zur Deckung des zu erwartenden Fehlbetrages aus dem Einsatz von Regel- und Ausgleichsenergie wird gemäß GaBi Gas 2.0 u.a. eine RLM Bilanzierungsumlage erhoben. Diese ist von Bilanzkreisverantwortlichen zu tragen, die RLM Entnahmestellen beliefern. Die erstmalige Festlegung der RLM Bilanzierungsumlage erfolgte zum 01. Oktober 2015.

Blindarbeit (Blindmehrbedarf)
Blindarbeit ist ein Anteil der elektrischen Energie, der nicht in Nutzenergie umgewandelt wird, sondern zum Aufbau elektromagnetischer und elektrischer Felder dient. Die Blindarbeit wird in kvarh angegeben. Sie belastet die Versorgungsnetze der Netzbetreiber und wird bei Überschreitung von Grenzen vom Energieversorger vereinnahmt und an den Netzbetreiber abgeführt.

Brennwert
Der Brennwert des gelieferten Erdgases wird ständig gemessen, wobei der gewichtete Mittelwert im jeweiligen Abrechnungszeitraum in die thermische Verbrauchsabrechnung eingeht.

Codenummer des Messstellenbetreibers / Netzbetreibers
Diese Nummern dienen der eindeutigen Identifikation des beauftragten Messstellenbetreibers sowie des örtlichen Verteilnetzbetreibers, an dessen Netz die Lieferstelle/Marktlokation angeschlossen ist.

Datenschutz
Der Schutz Ihrer Daten ist uns wichtig. Informationen über die Erhebung personenbezogener Daten nach Art. 12 ff. Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) finden Sie auf unserer Internetseite. Auf Wunsch schicken wir Ihnen die Informationen gerne auf dem Postweg zu.

EEG-Umlage
Mit der EEG-Umlage wird die Erzeugung von Strom in Anlagen erneuerbarer Energieträger gefördert, die nachdem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet werden. Diese Kosten werden gemäß EEG auf alle Verbraucher umgelegt.

Energiebilanzierung
Die Kosten, die für den Service für Energiebilanzierung entstanden sind, werden von der Energiebilanzierung gedeckt. Unter Service für Energiebilanzierung versteht man die Maßnahmen, welche dafür sorgen, dass zwischen Nachfrage und Angebot für Strom jederzeit ein Gleichgewicht herrscht. Dieser Posten wird mit PD (Preis für Energiebilanzierung) gekennzeichnet, durch die Regulierungsbehörde für Strom und Gas festgelegt und alle drei Monate aktualisiert.

Energieeffizienz
Informationen zu Anbietern von wirksamen Maßnahmen zur Energieeffizienzverbesserung und Energieeinsparung sowie ihren Angeboten finden Sie auf einer bei der Bundestelle für Energieeffizienz (BfEE) öffentlich geführten Anbieterliste unter www.bfee-online.de. Informationen zu Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und der Energieeinsparung mit Vergleichswerten zum Energieverbrauch sowie Kontaktmöglichkeiten zu Verbraucherorganisationen, Energieagenturen oder ähnlichen Einrichtungen erhalten Sie auf folgenden Internetseiten: www.verbraucherzentrale.de; www.dena.de

Energiesteuer
Die Steuer ist eine gesetzlich geregelte Verbrauchssteuer, die seit 1999 aufgrund des Gesetzes zur ökologischen Steuerreform erhoben wird. Besteuert wird der Verbrauch bzw. die Entnahme aus dem Netz im deutschen Steuergebiet. Die Energiesteuer Erdgas wird vom Energieversorger erhoben und an den Fiskus abgeführt.

Entnahmestelle
Ort, an dem die Stromlieferung erbracht wird.

Erfasste Ablesung
Die erfasste Ablesung ist der Wert, welcher auf dem Display des Stromzählers an einem bestimmten Datum erscheint. Dieser Wert wird direkt vom Stromverteiler erfasst und dem Lieferanten mitgeteilt.

Erfasster Verbrauch
Damit bezeichnet man die verbrauchten kWh zwischen den zwei erfassten Ablesungen. Das ist die Differenz zwischen dem auf dem Display angezeigten Wert und dem Wert, der vorhergehenden Ablesung.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Durch das EEG werden alle deutschen Stromversorger verpflichtet, den durch erneuerbare Energien erzeugten Strom abzunehmen. Dazu zählen z.B. Windkraft-, Photovoltaik- und Wasserkraftanlagen. Das Gesetz regelt den Preis, zu dem die Stromversorger die erzeugte Energie abnehmen müssen. Die Mehrkosten werden auf den Endverbraucher umgelegt. Sie sind als gesonderte Kostenposition im Rahmen der jährlichen Verbrauchsrechnung ausgewiesen.

Fixgebühr
Fixgebühren sind alle fixen (verbrauchsunabhängige) Beträge. Diese werden mit der Einheit €/Kunde/Monat verrechnet. Die Fixgebühr enthält die Posten Vermarktung Verkauf und Anteil für Energiebilanzierung in der Rechnung.

Freier Markt
Als freier Markt wird jener Markt bezeichnet, bei dem die Geschäfts- und Vertragsbedingungen für Energielieferung zwischen den Parteien und nicht von der Regulierungsbehörde für Strom und Gas festgelegt werden. Alle Kunden können seit dem 1. Juli 2007 frei entscheiden, unter welchen Bedingungen und bei welchem Lieferanten sie den Strom beziehen wollen.

Geschützter Grundversorgungsdienst
Der geschützte Grundversorgungsdienst ist gewährleistet durch einen Vertrag, dessen Bedingungen von der Regulierungsbehörde für Strom und Gas festgelegt werden. Haushaltskunden und Kleinunternehmen (Betriebe bis zu 50 Mitarbeiter, Jahresumsatz bis zu 10 Mio. Euro mit Niederspannungslieferung) beziehen den Strom zu den Bedingungen des geschützten Grundversorgungsdienstes, falls sie nie den Lieferanten gewechselt haben oder wenn sie nach Abschluss eines Vertrags diesen gewählt haben. Haushaltskunden und Kleinunternehmen, denen kein Stromlieferant zur Verfügung steht (z.B. aufgrund von Konkurs) gelten auch die Bedingungen des geschützten Grundversorgungsdienstes. Steht in der Rechnung der Zusatz „Freier Markt“, so ist dies ein Vertrag des freien Marktes.

Grundpreis
Der Grundpreis ist der Preis für die ständige Verfügbarkeit der Energie und bildet Fixkosten für die Beschaffung der Energie die Kosten für die Anschaffung, Instandhaltung, den Austausch der Messeinrichtung sowie die Rechnungserstellung ab. Innerhalb der Strom- und/oder Erdgaskonditionen kann es Grundpreismodelle geben, die eine Kostennote des Energieversorgers wie auch dem Netzbetreiber beinhalten.

Kilowatt
Kilowatt ist die Einheit für Stromleistung und wird mit kW abgekürzt. In der Stromrechnung werden die Vertragsleistung und die verfügbare Leistung in kW angeführt.

Kilowattstunde (kWh)
Maßeinheit für die Arbeit. Ein Haartrockner hat z.B. eine Anschlussleistung von einem Kilowatt (kW) = 1.000 Watt. Das bedeutet: Wenn der Haartrockner eine Stunde lang eingeschaltet ist, wird eine Kilowattstunde (kWh) verbraucht. Eine Energiesparlampe mit einer Anschlussleistung von zehn Watt kann einhundert Stunden eingeschaltet sein.

Kilowattstunden
Die Kilowattstunde ist die Einheit für elektrische Energie und wird mit kWh abgekürzt. Unter einer Kilowattstunde versteht man die in einer Stunde verbrauchte Energie durch ein Gerät, welches 1 kW Leistung hat. In der Stromrechnung wird der Stromverbrauch in kWh angegeben.

Konvertierungsentgelt
Das Konvertierungsentgelt fällt für einen bilanzkreisverantwortlichen Lieferanten im Rahmen der Konvertierung von Gasmengen (H-Gas zu L-Gas oder L-Gas zu H-Gas) an und wird in beiden qualitätsübergreifenden Marktgebieten erhoben. Die Einführung des Konvertierungsentgelts wurde von der BNetzA, ursprünglich einschließlich eines Fahrplans zur vollständigen Abschmelzung bis zum 1.10.2016, festgelegt (Beschluss Konni Gas).

Konzessionsabgabe
Entgelte an die Kommune für die Mitbenutzung von öffentlichen Verkehrswegen durch Versorgungsleitungen. Daher wird auch die jeweilige Konzessionsabgabe seitens des Netzbetreibers weiterverrechnet und vom Lieferanten in Rechnung gestellt.

Kraft-Wärme-Kopplungs-Modernisierungsgesetz (KWKModG)
Durch das KWKModG werden alle Netzbetreiber verpflichtet, den aus der umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung (z.B. in einem Blockheizkraftwerk) erzeugten Strom zu einem gesetzlich geregelten Preis abzunehmen. Die Höhe des Zuschlags wird bundeseinheitlich festgelegt. Aus ökologischen Gründen soll diese durch Nutzung der Abwärme umweltfreundlich, aber etwas kostenintensiver erzeugte Energie unterstützt werden.

Kundennummer
Unter der Kundennummer sind die Stammdaten des Kunden, die Angaben zur Entnahmestelle sowie alle Zahlungsvorgänge bezogen auf diese Entnahmestelle erfasst.

KVarh
Dies ist die Einheit für die Blindenergie.

KWK-Umlage
Kraft-Wärme-Kopplungs(KWK)-Anlagen erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Dadurch wird ein höherer Nutzungsgrad erreicht, wodurch Brennstoff eingespart und Kohlendioxid-Emissionen gemindert werden können. Betreiber von KWK-Anlagen erhalten einen gesetzlich festgelegten Zuschlag. Diese Kosten werden gemäß Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) auf die Verbraucher umgelegt.

Leistungspreis
Für die bezogene Leistung (kW) wird vom Energieversorgerje nach Vereinbarung ein Leistungspreis in Rechnung gestellt. In Abhängigkeit von der Preiskondition wird entweder der höchste gemessene Wert des Jahres (Jahresleistungspreis) oder der Höchstwert eines Monats (Monatsleistungspreis) berechnet.

Lieferstelle / Marktlokation
Ort, an dem die Stromlieferung erbracht wird. Die Adresse kann von der Rechnungsadresse abweichen.

Marktlokations-ID
Die Marktlokations-ID dient der eindeutigen Identifizierung einer Verbrauchsstelle, Wohnung oder Einspeisestelle.

Messdienstleistung (Messung)
Die Messung beinhaltet die Ermittlung des Energieverbrauchs sowie die Erfassung, Verwaltung und Bereitstellung der Zählerdaten. Diese Kosten werden vom Netzbetreiber bzw. Messdienstleister in Rechnung gestellt.

Messlokations-ID
Die Messlokation dient der eindeutigen Identifizierung der Messeinrichtung.

Messstellenbetrieb (für intelligente Messtechnik)
Der Messstellenbetrieb umfasst den Ein- und Ausbau sowie Betrieb und Wartung von Messeinrichtungen, die AB- und Auslesung der Messeinrichtung und die Weitergabe der Daten an die Berechtigten. Diese Kosten werden vom Messstellenbetreiber in Rechnung gestellt.

Messstellenbetrieb (für konventionelle Zähler)
Der Messstellenbetrieb umfasst den Ein- und Ausbau sowie Betrieb und Wartung von Messeinrichtungen, die Ab- und Auslesung der Messeinrichtung und die Weitergabe der Daten an die Berechtigten. Diese Kosten werden vom Netzbetreiber bzw. Messstellenbetreiber in Rechnung gestellt.

Monatsmenge Wirkarbeit / höchste 1/4 Std. Leistung / Monatsmenge Blindarbeit
Je nach Messeinrichtung wird hier der Energiebedarf in seiner jeweiligen Zusammensetzung aufgelistet. Für die jeweilige Abrechnungsperiode wird der Energieverbrauch in Kilowattstunden (kWh) ausgewiesen. Die Blindarbeit wird in Kilovoltampereréactifstunden (kVArh) und die Leistung in Kilowatt (kW) angegeben.

Netzbetreibercodenummer
Die Netzbetreibercodenummer dient der eindeutigen Identifikation des örtlichen Verteilnetzbetreibers, an dessen Netz die Entnahmestelle angeschlossen ist.

Netzservice
Als Netzservice bezeichnet man die Tätigkeiten, mit denen die Lieferanten Strom in die nationalen Übertragungs- und Verteilungsnetze bis zum Stromzähler befördern zur Übergabe an den Kunden. Ein variabler Betrag, eine Leistungsgebühr und eine Fixgebühr werden in der Rechnung angeführt; hiermit werden Kosten für Verteilung, Beförderung, Messung und allgemeine Spesen gedeckt.

Netzverlust
Bei der Beförderung von Strom vom E-Werk bis zum Lieferort entsteht ein natürlicher Verlust an elektrischer Energie, welchen man als Netzverlust bezeichnet. Die Regulierungsbehörde für Strom und Gas legt vertragsgemäß den Verlust fest. Inklusiv oder zuzüglich Netzverluste kann der Energiepreis angeführt werden. Netzverluste können je nach Situation unterschiedlich angeführt werden, wobei der gesamte zu bezahlende Betrag gleich bleibt. Der Modalität A entspricht, der von der Regulierungsbehörde für Strom und Gas festgelegte Energiepreis, welcher die Netzverluste bereits einschließt.

Netzzugangsentgelt
Entgelte des Energienetzbetreibers für den Transport und die Verteilung der Energie sowie die damit verbundenen Dienstleistungen.

Offshore-Haftungsumlage
Mit der Offshore-Haftungsumlage nach §17 Abs. 5 EnWG werden Risiken der Anbindung von Offshore-Windparks an das Stromnetz abgesichert. Die aus der OffshoreHaftungsumlage entstehenden Belastungen werden bundesweit auf die Letztverbraucher umgelegt. Die Offshore-Haftungsumlage gilt seit dem 1.Januar 2013.

POD
Als POD (Point of Delivery) wird die Abnahmestelle bezeichnet. Der POD setzt sich aus Buchstaben und Zahlen zusammen, welche die physische Stelle kennzeichnet, an welcher der Strom vom Lieferanten an den Endverbraucher übergeben wird.

Smart Meter
Smart Metering ist eine kommunikationsfähige elektronische Messeinrichtung. Diese Messeinrichtung gibt Ihnen Informationen darüber, wann Sie wie viel Energie verbrauchen. Außerdem ermöglichen Smart Meter eine selbständige Kommunikation zwischen dem Zähler und dem Netzbetreiber. Mit dem intelligenten Zähler werden also die Zählerstände genauso wie mit dem normalen Zähler erfasst. Aber im Gegensatz zu den normalen, schwarzen Drehstromzählern ist mit den intelligenten Zählern eine jährliche Ablesung nicht mehr nötig. Da er die Daten direkt an den jeweiligen Anbieter übermittelt. Smart Meter gibt es übrigens für Strom, Erdgas und Wasser, sowie für Fernwärme.

Sonderdienstleistungen Messung
Vom Netzbetreiber auf Kundenwunsch zur Verfügung gestellte Sonderdienstleistungen wie z. B. Signalimpulsweitergabe aus der Messeinrichtung oder manuelle Ablesungen der Verrechnungswerte.

Stromherkunftsnachweis (Energiemix)
Die nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) vorgeschriebene Stromkennzeichnung informiert über die Herkunft des bezogenen Stroms und dessen Umweltauswirkungen.

Stromsteuer
Die Stromsteuer ist eine gesetzlich geregelte Verbrauchssteuer, die seit 1999 aufgrund des Gesetzes zur ökologischen Steuerreform erhoben wird. Besteuert wird der Verbrauch bzw. die Entnahme aus dem Netz im deutschen Steuergebiet. Die Stromsteuer wird vom Energieversorger erhoben und an den Fiskus abgeführt.

Thermische Gasabrechnung
Erdgas wird volumetrisch, das heißt in Kubikmetern (m3), gemessen. Das Betriebsvolumen ist abhängig von Druck und Temperatur. Die in m3 gemessene Menge Erdgas wird in Kilowattstunden (kWh) umgerechnet, damit es ohne den Einfluss von Druck und Temperatur abgerechnet werden kann. Dazu wird nach eichrechtlich anerkannten Regeln der Verbrauch in m3 mit der Zustandszahl Z (Z-Zahl) und dem Brennwert multipliziert. Die Z-Zahl ist ein Korrekturfaktor, mit dem der Einfluss von Druck und Temperatur aufgehoben wird. Der Brennwert zeigt an, wie viel Energie im Erdgas enthalten ist.

Umlage Abschaltbare Lasten
Dient auf der Grundlage des § 13 Abs. 4a und 4b EnWG der Versorgungssicherheit durch die Förderung abschaltbarer Verbrauchseinrichtungen.

Umrechnungsfaktor Erdgas
Mit einem Gaszähler wird der Erdgasverbrauch in Kubikmetern (m³) gemessen. Die Abrechnung der Erdgaslieferung erfolgt allerdings in Kilowattstunden (kWh). Die Kubikmeter werden mit Hilfe des Umrechnungsfaktors für Erdgas in Kilowattstunden umgerechnet. In der Berechnung wird die Zustandszahl (Luftdruck, Messdruck, Gastemperatur) berücksichtigt.Umrechnungsfaktor = (Brennwert x Zustandszahl)Kubikmeter (m³) Erdgas x Umrechnungsfaktor = Kilowattstunden (kWh) Erdgas

Verbrauch Gas
Der Energieverbrauch für die jeweilíge Abrechnungsperiode wird in Kilowattstunden (kWh) ausgewiesen.

Verbrauch Strom
Der Energieverbrauch für die jeweilige Abrechnungsperiode wird in Kilowattstunden (kWh) ausgewiesen.

Verbrauchspreis oder Arbeitspreis
Der Verbrauchspreis oder Arbeitspreis bezeichnet den Preis für eine verbrauchte Kilowattstunde Energie.

Verfügbare Leistung
Als Verfügbare Leistung wird die maximale Leistung bezeichnet, welche entnommen werden kann, bis dass durch automatisches Abschalten des Stromzählers die Stromlieferung unterbrochen wird. Bei Kunden, welche eine Vertragsleistung bis zu 30 kW haben, entspricht die verfügbare Vertragsleistung zuzüglich 10 Prozent.

Verrechneter Verbrauch
Damit bezeichnet man mit der Rechnung abgegoltene kWh im Verrechnungszeitraum. Zwischen dem erfassten und dem verrechneten Verbrauch kann es Unterschiede geben, da ggf. auch ein geschätzter Verbrauch oder andere Leistungen verrechnet werden können.

Verrechnungsleistung Erdgas
Die Verrechnungsleistung ergibt sich aus der Summe der Nennwärmeleistung der Kessel und eventueller zusätzlicher Gasverbraucher. Die Einstufung in den Basis und Clever Gasverträgen und die Ermittlung des leistungsabhängigen Zuschlags für den Jahresleistungspreis erfolgt aufgrund der tatsächlichen Leistung der Gasverbrauchsgeräte. Die tatsächliche Leistung wird nach Installation der Gasanlage vom Gasinstallateur mitgeteilt.

Vertragsart
Es gibt verschiedene Arten des Vertrages, welchen man je nach Abnahmestelle im Zusammenhang bringen kann wie z.B. mit:

- dem Haushaltsbedarf. Das heißt ein Kunde, welcher für die eigene Wohnung, den dazugehörigen Anlagen und Räume, private Ladestellen für allgemeine Anlagen oder auch für Elektrofahrzeuge bei maximal zwei Wohneinheiten den Strom über eine einzige Abnahmestelle bezieht.

- der Lieferung für sonstige Zwecke. Das heißt ein Kunde, welcher den Strom für andere Zwecke, als die davor genannten, verwendet wie z.B. für Büros.

Vertragskonto / Vertragskontonummer
Unter dem Vertragskonto (Vertragskontonummer) sind die Stammdaten des Kunden, die Angaben zur Lieferstelle sowie alle Zahlungsvorgänge bezogen auf diese Lieferstelle erfasst. Bitte geben Sie die Vertragskontonummer bei Fragen oder Zahlungen immer an.

Wirkarbeit
Wirkarbeit ist die verbrauchte elektrische Energie bzw. die Energie, die in Nutzenergie (z. B. Bewegungsenergie, Licht, Wärme) umgewandelt wird. Ihre physikalische Einheit ist kWh.

Zähler
Der Zähler ist ein Messgerät zur Erfassung der Menge einer gelieferten bzw. verbrauchten Größe. Er wird primär für Messgeräte verwendet, mit denen die Wirkleistung über der Zeit summiert wird, wodurch die Energie gemessen wird. Der physikalisch korrekte Begriff ist Energiezähler. Die Anzeige bezieht den Umrechnungsfaktor auf die Energie oder Arbeit ein. Die zugehörige physikalische Einheit ist das Joule (mit dem Einheitenzeichen J) bzw. die Wattsekunde (Ws); Da diese Einheiten bei üblichen Anwendungen wie im Haushaltsbereich und Abrechnungsperioden über ein Jahr sehr große Werte ergeben würden, wird bei Stromzählern/Gaszählern der Messwert üblicherweise in der größeren Einheit Kilowattstunde (kWh) angegeben.

Zählpunkt/Zählpunktbezeichnung
Ein Zählpunkt kennzeichnet eine Entnahmestelle eindeutig. Diese Nummer existiert nur einmal im europäischen Energienetz. Am Zählpunkt werden die relevanten Messdaten erfasst. Über die Zählpunktbezeichnung kann der Netzbetreiber den Standort der Lieferstelle genau identifizieren und dem Zähler zuordnen. Im Gegensatz dazu ist die Zählernummer nicht ortsgebunden, da Zähler gewechselt werden können.

Zustandszahl (Z-Zahl)
Temperatur und Druck am Verbrauchsort wirken sich auf den Energiegehalt des Erdgases aus und werden als sogenannte Zustandszahl in der thermischen Verbrauchsabrechnung berücksichtigt. Sofern zusätzlich zu dem Gaszähler ein Mengenumwerter installiert wurde, wird dies automatisch ermittelt und die Zustandszahl beträgt 1.
GLOSSAR BESCHAFFUNG & FINANCE

Wissenswertes von A – Z!

Sie möchten sich in Bezug auf Fachbegriffe aus der Beschaffung, dem Leasing- u. Finance Sektor informieren?
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.Ifo-Institut
Abk. für "ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V.". Das ifo-Institut ist eines der größten Wirtschaftsforschungsinstitute Deutschlands, das Forschungsergebnisse im Bereich Wirtschaft in regelmäßigen Abständen publiziert und auf der Internetseite www.cesifo-group.de veröffentlicht.

ABCP-Programm...
...ist ein Begriff aus dem Bereich der Leasing-Refinanzierung von Leasinggesellschaften. Abkürzung für "Asset-Backed-Commercial-Paper-Programm". Unter ABCP-Programmen veräußern Unternehmen, wie zum Beispiel Leasinggesellschaften, Forderungen an eine Zweckgesellschaft, die verzinsliche Wertpapiere über den Kapitalmarkt an Anleger begibt. Zins und Tilgung dieser Wertpapiere werden aus den Zahlungsströmen der abgetretenen Forderungen beglichen.

Ablehnung
Die Risikobeurteilung von Leasing-Engagements erfolgt auf der Grundlage von Kundenbonität, Objekt und Vertragskonstruktion. Mängel in einem oder mehreren Kriterien können zur Ablehnung eines Leasing-Antrages führen. Jedem Leasinggeber ist im Rahmen der eigenen Risiko-policy die Möglichkeit eingeräumt, Leasinganträge zu genehmigen, mit Auflagen zu genehmigen oder gänzlich abzulehnen.

Abnahmebestätigung/Abnahmeerklärung/Übernahmebestätigung
Der Leasingnehmer unterzeichnet diese bei Übernahme des Leasingvertrages und weist damit unwiderruflich seinen Leasinggeber an, an den ausliefernden Händler den Rechnungsbetrag auszuzahlen. Siehe hierzu auch die ergänzenden Infos unter Wissenswertes - die Übernahmebestätigung der Kuh Urmel und ihren 20 Kolleginnen.

Absatzleasing
Viele Hersteller und Händler bedienen sich des Leasing als Mittel der Absatzförderung. Bei dieser Lösung aus einer Hand braucht sich der Kunde nicht separat um die Finanzierung des Objekts zu kümmern. Leasing als Absatzinstrument reduziert die Hürde vor einer Investitionsentscheidung von großen Investitionssummen durch transparente und kalkulierbare Kostenbelastung dagegen stehenden kleinen Leasingraten, die sich zudem in der Regel selbst verdienen durch den Einsatz des Leasingobjektes.

Abschlussgebühren
Mit einer Abschlussgebühr können vor Vertragsbeginn anfallende Kosten, z. B. der Bonitätsprüfung (Banken und Auskunfteien erheben Gebühren), abgegolten werden.

Abschlusszahlungen
Für den Fall der Kündigung eines kündbaren Leasing-Vertrages werden Abschlusszahlungen des Leasing-Nehmers fällig, die bereits bei Vertragsbeginn im Leasing-Vertrag gestaffelt nach Kündigungsterminen festgelegt sind. Das Eigentum am Leasing-Objekt verbleibt unabhängig von der Leistung der Abschlusszahlung beim Leasing-Geber.

Abschreibungszeit
Investitionsgüter des Anlagevermögens unterliegen der technischen, wirtschaftlichen und zeitlich bedingten Abnutzung. Sie können somit nur für eine bestimmte Dauer genutzt werden. Die darauf aufbauenden Abschreibungszeiten sind in den amtlichen AfA-Tabellen ("Absetzung für Abnutzung") festgelegt. Die in den AfA-Tabellen angegebene Nutzungsdauer dient als Anhaltspunkt für die Beurteilung der Angemessenheit der steuerlichen Absetzung für Abnutzung (AfA). Sie orientiert sich an der tatsächlichen Nutzungsdauer eines unter üblichen Bedingungen arbeitenden Betriebes. Eine glaubhaft gemachte kürzere Nutzungsdauer kann der AfA zugrunde gelegt werden. Bei besonders intensiver Nutzung eines Wirtschaftsgutes, z. B. durch Mehrschichtbetrieb, kann die Nutzungsdauer verkürzt werden. Die betriebsindividuell festgestellte Nutzungsdauer bildet den Rahmen für die möglichen Laufzeiten eines Leasing-Vertrages (40 %-/90 %-Regel).

Absetzung für Abnutzung (AfA)
Dies ist der steuerliche Ausdruck für Abschreibungen. Abschreibung ist der Oberbegriff für alle möglichen Wertabsetzungen in der Bilanz. Die wesentlichste ist die sog. Absetzung für Abnutzung. Absetzungen für Abnutzungen kommen nur für abnutzbare Anlagegüter in Betracht. Sie sind zulässig für Gebäude und sonstige Wirtschaftsgüter, deren Verwendung oder Nutzung zur Erzielung von Einkünften sich erfahrungsgemäß auf einen Zeitraum von mehr als einem Jahr erstreckt.

Abwicklung von Leasing-Verträgen
1. Der Leasing-Nehmer stellt einen Leasing-Antrag an das Leasing-Unternehmen und fügt eine Kopie des Angebotes bzw. der Bestellung bzw. des Auftrages für das Leasing-Objekt bei sowie sonstige zur Objekt- bzw. Bonitätsbeurteilung notwendigen Unterlagen.

2. Die Leasing-Gesellschaft führt neben der Bonitätsprüfung des Leasing-Nehmers und Lieferanten eine Objekt- und Vertragsprüfung durch.

3. Bei Annahme des Leasing-Antrages durch die Leasing-Gesellschaft erhält der Leasing-Nehmer eine gegengezeichnete Ausfertigung des Leasing-Vertrages sowie ein Formular für die Abnahmebestätigung. Weitere Vertragsunterlagen sind je nach Konstruktion und Abreden denkbar.

4. Die Leasing-Gesellschaft bestellt sodann das gewünschte Objekt beim Lieferanten mit dem Auftrag, direkt an den Leasing-Nehmer zu liefern. Möglich ist auch, dass der Leasing-Geber in eine bereits erfolgte Bestellung des Leasing-Nehmers eintritt.

5. Nach Erhalt des Leasing-Objektes übermittelt der Leasing-Nehmer die Abnahmebestätigung rechtsverbindlich unterschrieben dem Leasing-Geber. Dieser bezahlt anschließend die Rechnung der Lieferfirma. Damit sind die Voraussetzungen für den Beginn der Vertragslaufzeit erfüllt.

6. Beginn der Vertragslaufzeit ist in der Regel der 1. oder 15. eines Monats. Tagesgenauer Vertragsbeginn ist beim Fahrzeug-Leasing üblich (Tag der Zulassung).

7. Der Leasing-Nehmer erhält die Leasing-Rechnung mit den endgültigen Vertragsdaten (Beginn der Vertragslaufzeit, Leasing-Bemessungsgrundlage, Leasing-Raten, usw.). Das Leasing-Entgelt wird üblicherweise im Lastschriftverfahren eingezogen.

8. Bei Vertragsende erfolgt die Rückgabe des Objektes an die Leasing-Gesellschaft. Eine Vertragsverlängerung bzw. ein Erwerb des Objektes durch den Leasing-Nehmer bedürfen gesondert zu treffender Vereinbarungen.

AfA-Zeit
AfA steht für Absetzung für Abnutzung. Investitionsgüter des Anlagevermögens unterliegen der technischen, wirtschaftlichen und zeitlich bedingten Abnutzung. Sie können somit nur für eine bestimmte Dauer genutzt werden. Die darauf aufbauenden Abschreibungszeiten sind in den amtlichen AfA-Tabellen ("Absetzung für Abnutzung") festgelegt. Die in den AfA-Tabellen angegebene Nutzungsdauer dient als Anhaltspunkt für die Beurteilung der Angemessenheit der steuerlichen Absetzung für Abnutzung (AfA). Sie orientiert sich an der tatsächlichen Nutzungsdauer eines unter üblichen Bedingungen arbeitenden Betriebes. Eine glaubhaft gemachte kürzere Nutzungsdauer kann der AfA zugrunde gelegt werden. Bei besonders intensiver Nutzung eines Wirtschaftsgutes, z. B. durch Mehrschichtbetrieb, kann die Nutzungsdauer verkürzt werden. Die betriebsindividuell festgestellte Nutzungsdauer bildet den Rahmen für die möglichen Laufzeiten eines Leasing-Vertrages, der im deutschen Recht zwischen 40% und 90% der betriebsgewönlichen Nutzungsdauer gestaltet wird. (gem. der 40 %-/90 %-Regel im Leasingerlass).

Aktivierung
Nach den Standard-Leasing-Verträgen von Leasing-Gesellschaften in Deutschland wird das Leasing-Objekt wirtschaftlich, rechtlich und steuerlich dem Leasing-Geber zugerechnet, der es aktiviert und nach den steuerlichen Richtlinien abschreibt. Eine Aktivierung beim Leasing-Nehmer erfolgt somit grundsätzlich nicht.

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Nach der Legaldefinition sind Allgemeine Geschäftsbedingungen alle für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierte Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei (Verwender) der anderen Vertragspartei bei Abschluss eines Vertrages stellt. Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)/Allgemeine Leasing-Bedingungen (ALB) sind Grundlage eines zwischen einer Leasing-Gesellschaft und einem Leasing-Nehmer abgeschlossenen Leasing-Vertrages. In ihnen werden die gegenseitigen Rechte und Pflichten der Vertragsparteien geregelt. Allgemeine Geschäftsbedingungen/Allgemeine Leasing-Bedingungen unterliegen einer Inhaltskontrolle und verschiedenen Klauselverboten. Einzelheiten ergeben sich aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch.

Allgemeine Leasing-Bedingungen (ALB)
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)/Allgemeine Leasing-Bedingungen (ALB) sind Grundlage eines zwischen einer Leasing-Gesellschaft und einem Leasing-Nehmer abgeschlossenen Leasing-Vertrages.

Amortisation
Unter Amortisation versteht man allgemein die Rückführung von Investitionsausgaben. Im Bereich des Leasings unterscheidet man Verträge mit Vollamortisation (VA) und solche mit Teilamortisation (TA). Bei VA-Verträgen deckt der Leasing-Nehmer mit den während der unkündbaren Grundmietzeit geleisteten Raten mindestens die Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die Nebenkosten einschließlich der Finanzierungskosten des Leasing-Gebers. Bei TA-Verträgen reichen die während der Grundmietzeit vom Leasing-Nehmer entrichteten Raten nicht aus, um die oben erwähnten Gesamtkosten des Leasing-Gebers abzudecken. Gleichwohl ist auch bei diesem Vertragstyp vereinbart, dass der Leasing-Nehmer die Vollamortisation zum Vertragsende sicherstellt (z. B. durch Vereinbarung einer Restwertgarantie des Leasing-Nehmers bzw. eines Andienungsrechtes des Leasing-Gebers zum kalkulierten Restwert). Liegt ein kündbarer Leasing-Vertrag (Variante eines TA-Vertrages) vor, so hat der Leasing-Nehmer bei Kündigung eine Abschlusszahlung zu leisten. Hierdurch erzielt der Leasing-Geber die vorgesehene Vollamortisation.

Andienungsrecht
Bei Teilamortisationsverträgen vereinnahmt der Leasing-Geber über die Leasing-Raten nur einen Teil der gesamten Anschaffungskosten des Leasing-Objektes. Zum Ablauf des Leasing-Vertrages hat der Leasing-Geber das Recht (und nicht die Pflicht), dem Leasing-Nehmer das Objekt zum Marktwert aber mindestens zu dem bis dahin noch nicht amortisierten Restwert - wie im Leasing-Vertrag vereinbart - anzudienen. Der Leasing-Nehmer ist zum Kauf verpflichtet, ohne dass er seinerseits einen Anspruch darauf hat, den Gegenstand erwerben zu können.

Angebotswege im Leasing
Beim Direkt-Vertrieb akquiriert die Leasing-Gesellschaft Kunden über den eigenen Außendienst. Beim Hersteller-Leasing bieten Hersteller ihre Investitionsobjekte auch im Wege des Leasings an. Beim Händler-Leasing wird der Kontakt des Kunden zur Leasing-Gesellschaft durch den Händler von Investitionsgütern hergestellt. Die Angebote sind zunächst freibleibend für den Leasinggeber und Leasingnehmer in Bezug auf Konditionen und evtl. Annahmeverpflichtungen. Die Vertragsannahme und die Abwicklung des Leasing-Vertrages erfolgen nach der Bonitätsprüfung und Genehmigung des Antrages durch die Leasing-Gesellschaft.

Anpassungsklausel
In aller Regel sind die Leasingpläne im üblichen Rahmen des Retailgeschäftes (bis 1 Mio. Euro) für die gesamte Vertragslaufzeit fest vereinbart. Im big-ticket Sektor können individualrechtliche Anpassungsklauseln Änderungen während der Laufzeit vorsehen.

Anschaffungskosten
Die Anschaffungskosten entsprechen in der Regel dem Kaufpreis des Herstellers/Lieferanten für das Objekt zuzüglich der Nebenkosten für Lieferung und Montage. Sie sind Grundlage für die Berechnung der Leasing-Raten sowie für die Aktivierung bei der Leasing-Gesellschaft.

Anschluss-Leasing-Vertrag
Bei Ablauf von Leasing-Verträgen ist ein Abschluss von Verlängerungs-Leasing-Verträgen bzw. Anschlussverträgen möglich. Wertmäßige Basis für den Anschlussvertrag ist bei Teilamortisationsverträgen mindestens der noch nicht amortisierte Restwert und bei Vollamortisationsverträgen der Restbuchwert oder niedrigere gemeine Wert (Marktwert). Für den Verlängerungszeitraum gilt die Rest-AfA-Zeit als Orientierung.

Bei Ablauf von Leasing-Verträgen ist ein Abschluss von Verlängerungs-Leasing-Verträgen bzw. Anschlussverträgen möglich. Wertmäßige Basis für den Anschlussvertrag ist bei Teilamortisationsverträgen mindestens der noch nicht amortisierte Restwert und bei Vollamortisationsverträgen der Restbuchwert oder niedrigere gemeine Wert (Marktwert). Für den Verlängerungszeitraum gilt die Rest-AfA-Zeit als Orientierung.

Anzahlungen ggü. Lieferanten
Lieferanten verlangen bei größeren Industriemaschinen und -anlagen oftmals Anzahlungen, um beispielsweise ihren eigenen Einkauf damit abzudecken. Gängig sind hier Vereinbarungen z. B. ein Drittel des Kaufpreises bei Auftragserteilung und weitere zwei Drittel bei Bereitstellung/Lieferung. Häufig leisten die Leasing-Gesellschaften die Anzahlung für ihre Leasing-Nehmer gegen entsprechende Absicherungen. Gängigste Absicherung für die Leasinggesellschaft ist hier eine vollumfängliche Bankbürgschaft der Lieferantenbank. Die Zinsen für die Anzahlungen können je nach Kundenwunsch bzw. Kundenbonität gesondert abgerechnet oder den Investitionskosten als Leasing-Bemessungsgrundlage zugerechnet werden. Die Bankbürgschaft deckt in solchen Fällen das Risiko des Leasinggebers ab, dass das Leasinggut gegebenenfalls durch den Lieferanten nie fertiggestellt werden würde.

Asset-Backed-Securities (ABS)
ABS ist eine Finanztransaktion, bei der die Mittel für die Unternehmensfinanzierung - auch von Leasing-Gesellschaften - durch die Emission von Wertpapieren (Securities) am Kapitalmarkt bereitgestellt werden. Diese Wertpapiere sind durch Finanzaktiva (Asset), wie z. B. Forderungen, unterlegt (Backed). Die Forderungen werden hierbei an eine eigens zu diesem Zweck gegründete Gesellschaft verkauft, welche sich am Kapitalmarkt refinanziert.

Auflösung von Leasing-Verträgen
Bei berechtigten und wirtschaftlich begründeten Fällen (z. B. bei Totalverlust des Leasing-Objektes) können Leasing-Verträge auch während der an sich unkündbaren Grundmietzeit vorzeitig aufgelöst werden. In der Regel sind dann Ausgleichszahlungen zu leisten.

Auskunftspflichten
Zur Beurteilung der Bonität des Leasing-Nehmers hat dieser die für die Leasing-Gesellschaft wichtigen Unterlagen über seine Vermögensverhältnisse auf Wunsch der Leasing-Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Hierzu gehören in Abhängigkeit vom Geschäft Selbstauskünfte, Handels- und Bankauskünfte sowie Jahresabschlüsse.

Auslaufende Leasing-Verträge
In der Regel wird der Leasing-Nehmer von der Leasing-Gesellschaft vor Auslaufen eines Leasing-Vertrages über das bevorstehende Vertragsende informiert. Dies erfolgt, um eine Vereinbarung über die weitere Abwicklung zu treffen.

Banken-Leasing
Man spricht von Banken-Leasing, wenn eine Bank oder ein anderes Kreditinstitut seinen Kunden Leasing als Alternative zur Finanzierung einer Investition mit Kredit anbietet. Üblicherweise leitet das Kreditinstitut den Leasing-Antrag ihres Kunden an ihre Leasing-Gesellschaft (in der Regel Tochtergesellschaften mit Kapitalbeteiligung) zur Bearbeitung weiter Angebotswege im Leasing. Die Betreuung erfolgt oftmals über den Bankberater aus einer Hand. Nachteil: Leasingengagements bei der Bankentochter werden in aller Regel in den Kreditrahmen des Kunden mit einbezogen.

Barwert
Dies ist der durch Abzinsung (Diskontierung) ermittelte Gegenwartswert zukünftig fälliger Zahlungen. Die Abzinsung macht Zahlungsströme mit unterschiedlichen Zahlungsterminen vergleichbar.

Basel II
Ein internationales Gremium von Bankenaufsichtsbehörden und Notenbanken erarbeitete in Basel neue Regeln für die Eigenkapitalanforderungen der Kreditinstitute. Im Wesentlichen geht es den Aufsichtsgremien darum, die Kapitalanforderungen an Kreditinstitute bei ihrer Kreditvergabe stärker als bisher vom individuellen Risiko abhängig zu machen. Für die Kunden der Kreditinstitute bedeutet dies, dass ihr die Finanzierungskosten bestimmendes Kreditrisiko durch ein Rating ermittelt werden muss. Leasing verbessert die Bilanzrelationen des Leasing-Nehmers, was sich positiv auf dessen Rating auswirken kann. Leasing-Gesellschaften unterliegen indes selber für ihr Geschäft nicht den Regeln von Basel II.

BDL
Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e.V., Berlin, www.leasing-verband.de

Bestellung
Die Bestellung der Leasing-Objekte erfolgt durch die Leasing-Gesellschaft beim Lieferanten nach Annahme des Leasing-Antrags (einseitig unterzeichneter Leasingvertrag durch den späteren Leasingnehmer ohne Gegenzeichnung durch den Leasinggeber). Vor allem Leasing-Geber, die das Operating-Leasing betreiben, beschaffen sich die benötigten Wirtschaftsgüter durch direkte Bestellung nach ihren Vorstellungen. Das Leasing-Unternehmen kann auch in die bereits erfolgte Bestellung des Leasing-Nehmers zu den von diesem vereinbarten Einkaufsbedingungen eintreten.

In der Praxis existieren hierfür auch die Begrifflichkeiten: Leasingeintrittserklärung, Bestelleintritt oder Leasingbestätigung.

Betriebsvorrichtungen
Als solche gelten nach der Rechtsprechung Gebäudebestandteile in einem Gewerbebetrieb, die einem vom Gebäude getrennten Zweck dienen. Sie können steuerrechtlich wie bewegliche Wirtschaftsgüter geleast werden. Betriebsvorrichtungen sind z. B. Lade- und Fördervorrichtungen, Lastenaufzüge, Ladeneinrichtungen, Hochregalläger.

Big-Ticket-Leasing
Leasing-Verträge mit hohen Wertvolumina werden als Big-Ticket-Verträge bezeichnet. Sie sind insbesondere im Immobilien- und Fonds-Leasing sowie im Großmobiliengeschäft (Schiffe, Flugzeuge etc.) anzutreffen.

Bilanzneutralität
Durch die Aktivierung des Leasing-Objektes beim Leasing-Geber - nicht jedoch in der Bilanz des Leasing-Nehmers - wird bei Letzterem die Bilanzneutralität erreicht (sog. Off-Balance-Effekt). Der Leasing-Nehmer verbucht die Leasing-Aufwendungen in seiner Gewinn- und Verlustrechnung als Betriebsausgaben. Im Anhang des Jahresabschlusses finden sich allerdings Hinweise auf eingegangene Leasing-Verpflichtungen.

BITKOM
Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., Berlin, www.bitkom.org

Bonität
Die Leasing-Gesellschaft prüft vor Abschluss eines Leasing-Vertrages die Fähigkeit des Leasing-Nehmers, die verabredeten Leasing-Raten bezahlen zu können (Bonität des Leasing-Nehmers) und die Fähigkeit des Lieferanten, seine Liefer- und Gewährleistungsverpflichtungen erfüllen zu können (Bonität des Lieferanten). Beides ist für einen störungsfreien Verlauf des Leasing-Vertrages von zentraler Bedeutung.

Bonitätsprüfung
Vor der Entscheidung über die Annahme eines Leasing-Vertrages prüft die Leasing-Gesellschaft den Antrag des Leasing-Nehmers auf Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Plausibilität. Dazu gehört auch, ob die gewählte Vertragslaufzeit zur AfA-Zeit des Leasing-Objektes, der vorgesehenen Intensität der Nutzung und einem ggf. vereinbarten Restwert passt. Die Prüfung der Leasing-Fähigkeit des Objektes gehört ebenfalls, wie die Bonitätsprüfung des Leasing-Nehmers sowie die Prüfung des Lieferanten, zur Vertragsprüfung.

Bonus bei Mehrerlösbeteiligung
Bei einem Vertrag mit Mehrerlösbeteiligung ist es steuerlich unbedenklich, wenn der Leasing-Geber Teile des ihm verbleibenden Mehrerlöses beim Verkauf des Leasing-Objektes dem Leasing-Nehmer bei Abschluss eines neuen Vertrages als Bonus gutschreibt.

Buchverluste / Buchgewinne
Während der Laufzeit eines Leasing-Vertrages stellt sich beim Leasing-Geber - u. a. wegen der Vertragsabschlusskosten und wegen abnehmender Zinskosten - typischerweise ein degressiver Aufwandsverlauf ein. Sofern gleich bleibende Leasing-Raten vereinbart sind, übersteigt in der Anfangsphase bei der Leasing-Gesellschaft der Aufwand die Leasing-Erträge, so dass Buchverluste entstehen. Diese werden im weiteren Verlauf sukzessive ausgeglichen, wenn nach Absinken des Aufwands unter die Höhe der Leasing-Erträge Buchgewinne entstehen.

Buchwert
Dies ist der Wert, mit dem das Leasing-Objekt zum jeweiligen Stichtag in der Bilanz des Leasing-Gebers ausgewiesen wird. Er ergibt sich im Regelfall aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der bis zum Stichtag angefallenen Abschreibungen.

Buy-and-Lease
Eine im Immobilien-Leasing-Bereich verwendete Vertragsform, bei der die Leasing-Gesellschaft ein bereits bestehendes Objekt von einem Dritten erwirbt und an den Leasing-Nehmer verleast.

Capital Lease
Unter US-GAAP Bezeichnung für Finance Lease.

Cost-Income-Ratio
Die Cost-Income-Ratio bildet das Verhältnis von Aufwand und Ertrag ab. Im Leasingmarkt sind höhere Umsätze möglich, wenn höhere Risiken eingegangen werden. Wir bestimmen die Cost-Income-Ratio somit als Quotient aus der Summe aller Aufwendungen (abzüglich Bewertungsaufwand und Steuern) und den Erträgen, die sich aus Zinsergebnis aus dem Leasinggeschäft nach Schadensabwicklung, Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft, Ergebnis Neugeschäft, Verwertungsmehrergebnis, den Sonstigen betrieblichen Erträgen sowie dem Zinsergebnis (außerhalb des Leasinggeschäfts) zusammensetzen.

Cross-Border-Leasing
Leasing-Geschäft, bei dem Leasing-Geber und Leasing-Nehmer mit ihren jeweils eingetragenen Rechtspersönlichkeiten ihren Firmensitz in unterschiedlichen Ländern haben.

Deckungsbeitrag/DB
Der Deckungsbeitrag (DB), auch Bruttogewinn, ist ein Begriff aus der betriebswirtschaftlichen Kostenrechnung. Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, den zum Beispiel ein Produkt zur Deckung der Fixkosten und zur Erzielung eines Nettogewinns leistet. Er wird ermittelt als Differenz aus Erlösen und den variablen Kosten, die durch das Produkt direkt ausgelöst wurden.

Degressive Leasing-Raten
Hierunter versteht man die Individualgestaltung mit anfänglich bewusst hohen Leasingraten hin zu während der Vertragslaufzeit abnehmenden Leasing-Raten (im umgekehrten Verhältnis siehe progressive Leasing Raten). Im Mobilien-Leasing wird dies in gewissen Grenzen auch steuerlich zu 100% anerkannt.

Dienstwagen- / Firmenwagen-Leasing
Dienstwagen werden häufig geleast, sowohl im Rahmen von Finance-Leasing Verträgen, aber auch Full-Service oder Flottenverträgen. Die Überlassung eines Dienstwagens an Arbeitnehmer zur privaten Mitbenutzung unterliegt ebenso wie die private Nutzung eines Firmenwagens durch den Unternehmer der Einkommensteuerpflicht und zwar unabhängig davon, ob das Fahrzeug gekauft oder geleast ist.

DISPO-Rahmenvertrag
Großkunden, die regelmäßig Investitionen tätigen, können über den Abschluss eines Rahmenvertrages nachdenken. Sie profitieren innerhalb dieses Rahmens von einheitlichen, günstigen Konditionen. Das vereinbarte Leasingvolumen kann dann vom Kunden in einzelnen Tranchen abgerufen werden. Vorteile für den Kunden sind somit günstige Konditionen, reduzierter Aufwand und größere Flexibilität.

EBIT
Englische Abkürzung für "Earnings before interest and taxes". Der Begriff bezeichnet das Ergebnis vor Zinsaufwand und Steuern.

EBITA
Englische Abkürzung für Earnings before interest, taxes and amortisation. Der Begriff bezeichnet das Ergebnis vor Zinsaufwand, Steuern und Abschreibung.

EBT
Englische Abkürzung für "Earnings before taxes". Der Begriff bezeichnet das Ergebnis vor Steuern.

Eigentum
Man unterscheidet das zivilrechtliche, sich an den Bestimmungen des BGB orientierende Eigentum und das wirtschaftliche Eigentum. Wenn ein anderer als der zivilrechtliche Eigentümer die tatsächliche Herrschaft über ein Wirtschaftsgut in der Weise ausübt, dass er Letzteren im Regelfall für die gewöhnliche Nutzungsdauer von der Einwirkung auf das Wirtschaftsgut ausschließen kann, gilt er als wirtschaftlicher Eigentümer, dem das Wirtschaftsgut für steuerliche Zwecke zugerechnet wird. Die in der Praxis angebotenen Standard-Leasing-Verträge führen zu einer Zurechnung des wirtschaftlichen und zivilrechtlichen Eigentums beim Leasing-Geber.

Eintritt in die Bestellung
Häufig hat der potenzielle Leasing-Nehmer den Leasing-Gegenstand bereits vor Abschluss eines Leasing-Vertrages beim Lieferanten bestellt. In diesem Fall kann der Leasing-Geber nach Vertragsschluss in die Bestellung des Leasing-Nehmers eintreten, mit der Folge, dass dessen Rechte und Pflichten aus dem Kaufvertrag mit dem Lieferanten vollständig auf ihn übergehen. Voraussetzung für den Eintritt in die Bestellung ist die Zustimmung des Lieferanten.

Elektronikversicherung
Diese vormals Schwachstromversicherung genannte Versicherung wird vorwiegend für EDV-Systeme und Geräte der Bürokommunikation abgeschlossen, für Hardware, Software oder das ganze System. Die meisten Leasing-Unternehmen bieten diese Versicherung zu günstigen Konditionen an.

Facility-Management
Unter Facility-Management versteht man eine von Immobilien-Leasing-Unternehmen angebotene Dienstleistung rund um den Betrieb bestehender Gebäude. Sie umfasst das kaufmännische, technische und infrastrukturelle Gebäudemanagement.

Factoring
Factoring ist eine Finanzdienstleistung, die der kurzfristigen Umsatzfinanzierung dient (in der Praxis oft im kurzfristigen Laufzeit-Bereich vor dem Leasing). Der Factor erwirbt aber vor allem die Forderungen des Factoringkunden gegen dessen Abnehmer (Debitor) und zieht sie direkt bei diesem ein. Als Gegenleistung für die Abtretung der Forderungen leistet der Factor an den Factoringkunden umgehend eine Zahlung, die sich an der Höhe der Forderung orientiert. Es gibt geschlossene und offene Systeme, bei dem der Kunde mehr oder weniger merkt, ob sein Lieferant über eine Factoringgesellschaft abwickelt. Der Vorteil für den Auftraggeber liegt in einem sicheren cash-management. Je nach Risikobewertung des Factors fallen die Gebühren dafür am Markt sehr unterschiedlich aus.

Fälligkeit von Leasing-Raten
Nach Abnahme des Leasing-Objektes durch den Leasing-Nehmer beginnt die Vertragslaufzeit und die Verpflichtung des Leasing-Nehmers zur Zahlung von Leasing-Raten. Gängige Praxis ist, das die Leasingraten auf den Tag der rechtsverbindlich unterzeichneten Übernahmebestätigung vorfällig berechnet werden (beim Darlehen in aller Regel mit 30 Tagen Anlaufphase nachschüssig) Diese sind überwiegend monatlich, in kleinerem Umfang auch vierteljährlich im Voraus fällig. Die Zahlung erfolgt in der Regel durch Lastschrifteinzug im Rahmen von erteilten Sepa-Lastschriftmandaten des Leasingnehmers gegenüber dem Leasinggeber.

Finance Lease
Leasing-Verhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum am Leasing-Objekt verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasing-Nehmer übergehen, werden unter IAS/IFRS als Finance Lease (unter US-GAAP als Capital Lease) bezeichnet. Dies wird anhand bestimmter Kriterien beurteilt (Internationale Leasing-Bilanzierung). Die bilanzielle Zurechnung des Leasing-Objekts erfolgt beim Leasing-Nehmer, der das Objekt in seiner Bilanz aktiviert und abschreibt. Finance Lease darf nicht verwechselt werden mit deutschem Finanzierungs-Leasing, bei dem die bilanzielle Zurechnung regelmäßig beim Leasing-Geber erfolgt.

Siehe auch: Finanzierungs-Leasing

Finanzamt
Über die steuerliche Zurechnung eines Leasing-Gegenstandes entscheidet in Zweifelsfällen das für die Leasing-Gesellschaft zuständige Betriebsfinanzamt.

Finanzierungs-Leasing
Unter dem Begriff werden in Deutschland Verträge mit Mietvertragscharakter von mittel- oder langfristiger Dauer summiert, deren Grundmietzeit kürzer ist als die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Leasing-Objektes und die auf die Vollamortisation des Leasing-Gegenstandes ausgerichtet sind. Finanzierungs-Leasing-Verträge, die in ihren Regelungen den Leasing-Erlassen entsprechen, führen zu einer Bilanzierung des Leasing-Objektes bei der Leasing-Gesellschaft.

Flotten-Leasing
Vom Flotten-Leasing spricht man in der Regel, wenn ein Unternehmen mehr als zehn Kraftfahrzeuge least. Oftmals kommt hier auch das Full-Service-Leasing zur Anwendung. Hierbei übernimmt der Leasing-Geber den technischen Service und nicht selten die gesamte Administration des Fuhrparks (Fuhrparkmanagement). Gebräuchlich sind bei der Gestaltung der Konditionen das offene und das geschlossene Kalkulationssystem, die sich danach unterscheiden, ob eine Einzelkostenabrechnung erfolgt oder ob eine pauschale Abrechnung mit dem Leasing-Nehmer vereinbart ist.

Fonds-Leasing
Fonds-Leasing dient als Modell zur Finanzierung großvolumiger Investitionen. Eine für die Durchführung einer Leasing-Transaktion gegründete Fonds-Gesellschaft erwirbt den Leasing-Gegenstand und vermietet ihn an den Leasing-Nehmer. Die Refinanzierung dieser Fonds-Gesellschaft erfolgt u. a. über die Aufbringung privaten Eigenkapitals. Derartige Fonds sind darauf ausgerichtet, dem Leasing-Nehmer besonders günstige Finanzierungskonditionen zu verschaffen.

Fördermittel
Zahlreiche Fördermaßnahmen werden auch bei Leasing gewährt. Die Einbindung von Fördermitteln in Leasing-Investitionen ist allerdings uneinheitlich geregelt und richtet sich nach den Bestimmungen des jeweiligen Förderprogramms. Wegen der unübersichtlichen Vielzahl verschiedener Fördermaßnahmen prüfen die Leasing-Gesellschaften die Möglichkeiten einer Einbindung in Leasing-Vereinbarungen jeweils bezogen auf den Einzelfall.

Forfaitierung
Die Forfaitierung (echter Forderungsverkauf) ist eine Art der Refinanzierung von Leasing-Gesellschaften, bei der die Leasing-Gesellschaft die zukünftig fällig werdenden Forderungen aus einem Leasing-Vertrag an einen Dritten, häufig an ein Kredit-Institut, verkauft. Dabei haftet die Leasing-Gesellschaft nur für den Bestand und die Einredefreiheit der Forderung (Veritätshaftung); das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Leasing-Nehmers als Schuldner geht auf den Forderungskäufer über (Bonitätshaftung).

Franchisesystem
Bei diesem Vertriebssystem erteilt der Franchisegeber seinen Partnern eine Lizenz zur selbstständigen Führung eines Betriebs und übernimmt unter anderem die Warenlieferung und Werbung selbst. Grundlage des Systems ist ein Franchisevertrag, durch den Module wie z. B. Marketing, Geschäftspolitik, Produktangebot und vieles mehr detailliert festgelegt werden. Der rechtlich selbstständige Franchisenehmer profitiert damit von einem bekannten Firmennamen und langjähriger Erfahrung aus dem Vertrieb. Der Franchisegeber kann ohne eigenen Kapitaleinsatz seine Produkte oder Dienstleistungen auf zusätzlichen Märkten vertreiben.

Fungibilität
Fungibilität bedeutet im Leasing, dass das Leasing-Objekt ein rechtlich selbständiges Wirtschaftsgut sein muss, für das es eine sogenannte Drittverwendungsfähigkeit geben muss. Drittverwendungsfähigkeit bedeutet, dass das Leasing-Objekt nicht so beschaffen sein darf, dass es nur von einem Einzigen, dem Leasing-Nehmer, wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden kann. Genau genommen ist damit der Spezialmaschinenbau vom Leasing ausgeschlossen, wobei wir auch hierfür individuelle Branchenlösungen anbieten können.

Gap-Versicherung
Dies ist eine Vollkaskoversicherung mit Zusatzabsicherung, die die vorzugsweise im Fahrzeug-Leasing-Bereich angebotene Vollkasko-Versicherung ergänzt, die ggf. entstehende Differenzen (englisch: Gap) zwischen Ablösewert und Wiederbeschaffungswert des Leasing-Objektes (z. B. Diebstahl, Totalschaden, Untergang) abdeckt.

Grundmietzeit (Grund-Leasing-Zeit)
Die Grundmietzeit (sog. Grund-Leasing-Zeit) ist ein wesentliches Merkmal des Leasing-Vertrages. In dieser Zeit kann der Vertrag von keiner Partei gekündigt werden. Die unkündbare Grundmietzeit darf bei normalem Finanzierungs-Leasing 90 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Leasing-Objektes nicht übersteigen und 40 % nicht unterschreitet. Näheres regeln die Leasing-Erlasse.

IFRS
Bei den International Financial Reporting Standards (IFRS) - vormals International Accounting Standards (IAS) - handelt es sich um von einem unabhängigen privaten Gremium, dem International Accounting Standards Board (IASB), entwickelte Regelungen der externen Berichterstattung von Unternehmen. IFRS bestehen aus den Standards selbst sowie den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) - vormals Standing Interpretations Committee (SIC). Sie sind seit dem Geschäftsjahr 2005 für kapitalmarktorientierte Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union (EU) in der von der EU übernommenen Form (endorsed) verpflichtend anzuwenden.

Immaterielle Wirtschaftsgüter
Von Immobilien-Leasing wird gesprochen, wenn der Gegenstand des Leasing-Vertrages ein unbewegliches Wirtschaftsgut ist. Zu den unbeweglichen Wirtschaftsgütern zählen Grundstücke und Grundstücksbestandteile (Gebäude, Betriebsvorrichtungen, komplette Produktions- und Versorgungsanlagen). Betriebsvorrichtungen werden ertragsteuerlich wie bewegliche Wirtschaftsgüter behandelt, auch wenn sie wesentliche Bestandteile des Grundstücks sind. Das Volumen des bilanzierten Neugeschäfts im Immobilien-Leasing betrug im Jahre 2003 7,5 Mrd. Euro.

Instandhaltung
Der Leasing-Nehmer wird regelmäßig vertraglich verpflichtet, das Leasing-Objekt laufend in ordnungsgemäßem gebrauchsfähigem Zustand zu halten, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten durchführen zu lassen sowie ggf. einen Wartungsvertrag abzuschließen. Die Kosten der Instandhaltung der Leasing-Objekte sind vom Leasing-Nehmer zu tragen.

Internationale Leasing-Bilanzierung
Die leasingbezogenen Regelungen der beiden wichtigsten internationalen Rechnungslegungssysteme IAS/IFRS und US-GAAP sind einander ähnlich, jedoch nicht inhaltsgleich. Die Zurechnung des Leasing-Objekts richtet sich im Grundsatz danach, inwieweit die mit dem Eigentum an dem Objekt verbundenen Chancen und Risiken vom Leasing-Geber oder vom Leasing-Nehmer getragen werden. Das Leasing-Objekt wird bilanziell dem Leasing-Geber zugerechnet (sog. Operating Leasing), wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

- Es darf nicht vereinbart sein, dass am Ende der Laufzeit des Leasing-Vertrages dem Leasing-Nehmer das Eigentum an dem Leasing-Objekt übertragen wird (Transfer of Ownership).

- Dem Leasing-Nehmer darf keine Kaufoption eingeräumt werden, deren Ausübungspreis deutlich unter dem für den Ausübungszeitpunkt zu erwartenden Marktwert des Leasing-Objekts liegt, sodass von vornherein die Ausübung der Option als hinreichend sicher angesehen werden kann (Bargain Purchase Option).

- Die Laufzeit des Leasing-Vertrages darf sich nicht auf den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Leasing-Objekts erstrecken. Unter US-GAAP gilt diesbezüglich eine Laufzeitobergrenze von 75 % der wirtschaftlichen Nutzungsdauer (Economic Life). Letztere ist nicht mit der im deutschen Handels- und Steuerrecht maßgeblichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer gleichzusetzen, sondern übertrifft diese regelmäßig.

- Zu Beginn des Leasing-Vertrages muss der Barwert der vom Leasing-Nehmer während der gesamten Laufzeit zu leistenden Mindest-Leasing-Zahlungen (einschließlich eines garantierten Restwerts) den Verkehrswert des Leasing-Objekts unterschreiten (Recovery of Investment). Unter US-GAAP gilt diesbezüglich eine Barwertobergrenze von 90 % des Verkehrswertes.

Unter IAS/IFRS wird zusätzlich verlangt, dass das Leasing-Objekt nicht so beschaffen ist, das es ohne wesentliche Veränderung nur von dem speziellen Leasing-Nehmer genutzt werden kann (d. h. es darf kein Spezial-Leasing vorliegen). Darüber hinaus erfolgt nach IAS/IFRS neben der Prüfung der vorstehenden Voraussetzungen zusätzlich eine Beurteilung des Gesamtbilds der Verhältnisse. Dabei können folgende Merkmale gegen eine Zurechnung des Leasing-Objekts beim Leasing-Geber (d. h. gegen das Vorliegen eines Operating Lease) sprechen:

- Der Leasing-Nehmer kann das Leasing-Verhältnis auflösen, wobei er die damit verbundenen Verluste des Leasing-Gebers zu tragen hat.

- Gewinne oder Verluste aus Schwankungen des Restwerts des Leasing-Objektes fallen dem Leasing-Nehmer zu.

- Der Leasing-Nehmer hat die Möglichkeit, das Leasing-Verhältnis zu einer wesentlich unter der marktüblichen Miete liegenden Anschlussmiete zu verlängern.

Werden die vorstehenden Kriterien für einen Operating Lease nicht erfüllt, so erfolgt die Zurechnung des Leasing-Objekts beim Leasing-Nehmer. Derartige Leasing-Geschäfte werden unter IAS/IFRS als Finance Lease, unter US-GAAP als Capital Lease bezeichnet.

IT-Leasing-Produkte
Unter IT-Produkten verstehen wir historisch Geräte der Informationstechnik (wie PC, Server, Drucker), der Kopiertechnik und der Nachrichtentechnik, d. h. reine Hardware Komponenten. Mittlerweile ist auch der Softwarebereich fester Bestandteil des IT-Leasings. Ein Nischenprodukt des IT-Leasings stellt beispielsweise aktuell noch das web-hosting incl. auf die Zukunft berechnete Kosten eines Wartungsvertrages dar. Die Tendenz ist allerdings steigend.

Kalkulatorische Laufzeit
Leasing-Verträge mit Kündigungsmöglichkeit werden in der Regel auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und können vom Leasing-Nehmer nur zu vertraglich festgelegten Zeitpunkten gekündigt werden. Der erste Kündigungstermin liegt frühestens bei 40 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bei der Berechnung der Leasing-Raten wird von einer kalkulatorischen Laufzeit ausgegangen. Im Falle der Kündigung durch den Leasing-Nehmer vor Ablauf der kalkulatorischen Laufzeit sind Abschlusszahlungen, die von vornherein vereinbart sind, zu leisten.

Kaufoption
Bei Vollamortisationsverträgen im Mobilien-Leasing kann dem Leasing-Nehmer ein Optionsrecht eingeräumt werden, den Leasing-Gegenstand zu vorher festgelegten Bedingungen nach Ablauf der Grundmietzeit zu kaufen. Der Optionspreis entspricht dabei mindestens dem Restbuchwert bei linearer AfA bzw. einem ggf. niedrigeren Zeitwert zum Ende der Grundmietzeit.

Kilometer-Leasing-Vertrag
Bei diesem Vertragstyp werden eine bestimmte Laufzeit des Leasing-Vertrages, eine bestimmte kalkulatorische Gesamtlaufleistung des Fahrzeuges und die Leasing-Rate vereinbart. Wird die Laufleistung unterschritten, erhält der Leasing-Nehmer in der Regel pro 1.000 Kilometer Minderleistung eine Vergütung. In dem umgekehrten Fall hat der Leasing-Nehmer regelmäßig einen Aufpreis zu zahlen. Nach Ablauf des Kilometer-Leasing-Vertrages ist das Fahrzeug an den Leasing-Geber zurückzugeben. Der Leasing-Geber trägt das Verwertungsrisiko sowie das Restwertrisiko. Der Leasing-Nehmer hat das Fahrzeug während der Vertragslaufzeit in ordnungsgemäßem Zustand zu halten und ist zum Ausgleich eines etwaigen zustandsbedingten Fahrzeugminderwertes verpflichtet.

Kommunal-Leasing
Zum Kommunal-Leasing im engeren Sinne werden Leasing-Verträge mit Leasing-Nehmern gezählt, die zu dem Wirtschaftssektor "Staat" gehören, d. h. Gebietskörperschaften, Zweckverbände und in einen öffentlich-rechtlichen Haushalt eingebundene Einrichtungen. Zum Kommunal-Leasing im weiteren Sinne werden darüber hinaus Leasing-Verträge mit privatrechtlich organisierten Gesellschaften gezählt, an denen öffentlich-rechtliche Körperschaften mehrheitlich beteiligt sind und die keine börsennotierten Aktiengesellschaften sind.

Konversion
Konzessionsmodelle kommen im Rahmen von Public Private Partnerships zum Einsatz. Dabei verpflichtet sich ein im Bereich der Privatwirtschaft angesiedelter Konzessionsnehmer, anstelle der öffentlichen Hand eine bestimmte Leistung entweder in Form einer Gebäudeerrichtung (Baukonzession) oder in Form einer Dienstleistung (Dienstleistungskonzession) gegenüber einem Dritten zu erbringen. Durch die Konzession räumt die öffentliche Hand dem Konzessionsnehmer im Gegenzug das Recht ein, die Kosten des Projekts durch ein von dem Drittnutzer zu entrichtenden Entgelt zu refinanzieren.

Kostenvergleich
Der Kostenvergleich einer Leasing-Investition mit einer kreditfinanzierten Eigeninvestition kann grundsätzlich nur individuell unter Berücksichtigung der jeweils gegebenen Prämissen beim Investor bzw. dem einzelnen Kunden durchgeführt und beurteilt werden. Dabei spielen insbesondere die kalkulatorische Verzinsung des bei der Eigen- bzw. Bankfinanzierung erforderlichen Eigenkapitalanteils, der Fremdkapitalzins sowie die Steuersituation, die Abschreibungspraxis des Unternehmens und die vorgesehene Nutzungsdauer eine Rolle. Wegen der kontinuierlichen Zunahme zusätzlicher Serviceleistungen beim Leasing hat die früher häufigere Vergleichsrechnung heute kaum noch Bedeutung.

Kreditwesengesetz (KWG)
Das Gesetz über das Kreditwesen (KWG) regelt die gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Kreditgeschäft in Deutschland. Leasing-Unternehmen werden dort als Finanzunternehmen genannt, die grundsätzlich nicht den Regelungen für Kreditinstitute unterworfen sind.

Kündigungsmöglichkeiten
Kündigungsmöglichkeiten Leasing-Verträge sind während der fest vereinbarten Grund-Leasing-Zeit nicht kündbar; ausgenommen ist die Kündigung aus wichtigem Grund. Dies ist z. B. der Fall, wenn der Leasing-Nehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt oder sonstige Umstände eintreten, die eine ordnungsgemäße Erfüllung des Leasing-Vertrages deutlich gefährdet erscheinen lassen. Eine Sonderform ist der kündbare Vertrag. Dieser kann vom Leasing-Nehmer frühestens nach Ablauf einer Grund-Leasing-Zeit von 40 Prozent der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zu vorher vereinbarten Zeitpunkten gekündigt werden. Bei einer Kündigung wird die bereits im Vertrag zum jeweiligen Kündigungstermin festgelegte Abschlusszahlung fällig.

Laufzeit des Leasing-Vertrages
Auf die Gestaltung der Vertragslaufzeit nehmen im deutschen Leasingrecht die Leasing-Erlasse sowie die vom Leasing-Nehmer vorgesehene Nutzung des Leasing-Objektes Einfluss. Leasinggeber, die sich international refinanzieren, können hiervon ggfs. abweichen und zum Teil flexiblere Laufzeitgestaltungen (sowohl kürzer als auch längerfristig) anbieten. Daher haben wir im Übrigen Beides im Bestand!

Leasing (Herkunft)
Das Produkt Leasing stammt aus den USA. Es ist eine besondere Form der Nutzungsüberlassung. Englisch "to lease" bedeutet vermieten und fand anfänglich in den 80er Jahren Anwendung bei uns. Die entgeltliche Nutzungsüberlassung eines Wirtschaftsgutes auf Zeit steht hierbei stets im Vordergrund.

Leasing-Antrag
Mit dem Leasing-Antrag erklärt der Leasing-Interessent seinen Willen auf Abschluss eines Leasing-Vertrages gegenüber dem Leasing-Geber. Der Antrag enthält Angaben zum Leasing-Nehmer, zum Leasing-Objekt, zu den Vertragsdetails und zu den Konditionen. Erst wenn der Leasing-Geber den Antrag annimmt, kommt ein Leasing-Vertrag zustande.

Leasing-Bemessungsgrundlage
Die Bemessungsgrundlage für die Leasingkosten bestimmt sich unter Anderem nach den Anschaffungskosten bzw. nach den Herstellungskosten des Leasing-Gegenstandes. Kleinteilige Nebenkosten, wie z. B. Überführungs- und Installationskosten können entweder in die Leasing-Raten einbezogen oder dem Leasing-Nehmer gesondert in Rechnung gestellt werden.

Eine weitere Bemessungsgrundlage für die Leasingkosten stellt die Bonität des Leasingnehmers dar sowie die Kombination aus Vertragsgestaltung von Mietsonderzahlung und/oder Laufzeitlänge und/oder Restwertgestaltung.

Leasing-Erlasse
Die vom Bundesministerium der Finanzen im Wege von Verwaltungsanweisungen veröffentlichten Leasing-Erlasse

- Vollamortisations-Erlass Mobilien-Leasing vom 19.04.1971 - Vollamortisations-Erlass Immobilien-Leasing vom 21.03.1972 - Teilamortisations-Erlass Mobilien-Leasing vom 22.12.1975 - Teilamortisations-Erlass Immobilien-Leasing vom 23.12.1991

regeln die Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums von Leasing-Objekten beim Leasing-Geber bzw. Leasing-Nehmer. Die Leasing-Erlasse bilden die steuerrechtliche Grundlage für das Leasing-Geschäft in Deutschland.

Leasing-Geber
Der Leasing-Geber (das Leasing-Unternehmen) ist der zivilrechtliche und wirtschaftliche Eigentümer des Leasing-Gegenstandes. Und zwar vom Tag der Aktivierung des Leasingvertrages an bis zum Laufzeitende. Dies hat zur Folge, dass der Leasing-Gegenstand dem Leasing-Geber auch steuerlich zuzurechnen und daher ausschließlich in dessen Anlagevermögen zu bilanzieren ist.

Leasing-Motive
Leasing ermöglicht Investitionen ohne den Einsatz von Eigenkapital. Nach dem "Pay-as-you-earn-Prinzip" lassen sich die vereinbarten Leasing-Raten aus den erwirtschaften Erträgen aus der Nutzung des Investitionsobjektes bestreiten. Dadurch schont Leasing die Liquidität, lässt bestehende Kreditlinien unberührt und führt zu einer entsprechenden Erweiterung des unternehmerischen Handlungsspielraums. Leasing-Objekte sind Eigentum des Leasing-Gebers, der sie deshalb in seiner Bilanz führt. Diese Bilanzneutralität beim Leasing-Nehmer führt zu einer deutlichen Verbesserung wichtiger Bilanzrelationen, insbesondere der Eigenkapitalquote. Die Kostenbelastung durch Leasing-Raten ist über die gesamte fest vereinbarte Grundmietzeit sicher kalkulierbar. Da Leasing von vornherein eine zeitliche Befristung vorsieht, können veraltete Investitionsobjekte schneller und einfacher durch neue, dem technischen Fortschritt folgende, ersetzt werden.

Leasing-Nehmer
Der Leasing-Nehmer ist als Kunde der Vertragspartner des Leasing-Unternehmens. Dabei kann es sich sowohl um Unternehmen, als auch Verbraucher oder die öffentliche Hand handeln.

Leasing-Objekt
Das Leasing-Objekt ist Gegenstand des Leasing-Vertrages. Die wesentliche Voraussetzung dafür, dass ein Wirtschaftsgut ein Leasing-Objekt sein kann, ist dessen Fungibilität. Als Hauptkategorien von Leasing-Objekten unterscheidet man Mobilien-, Immobilien- sowie immaterielle Wirtschaftsgüter.

Leasing-Quote
Die Leasing-Quote ist der Anteil der Leasing-Investitionen an den gesamtwirtschaftlichen Investitionen (ohne Wohnungsbau). Seit der Einführung des Leasing-Produkts hat sich die Leasing-Quote kontinuierlich nach oben entwickelt. Derzeit (2010) beläuft sie sich auf 14,3 %. Im Mobilien-Leasing beträgt der Anteil 20,8 %, im Immobilien-Leasing 2,4 % (Zahlen des ifo Instituts).

Leasing-Rechnung
Zu Beginn der Vertragslaufzeit wird regelmäßig eine gesonderte Leasing-Rechnung (sog. Dauerrechnung) über die zukünftig ratierlich fälligen Leasing-Zahlungen von der Leasing-Gesellschaft an den Leasing-Nehmer erteilt. Möglich ist aber auch die Verwendung des Leasing-Vertrages als Leasing-Rechnung.

Leasing-Sonderzahlung
Leasing-Sonderzahlungen kommen insbesondere im Kfz-Leasing häufiger vor. Sie werden vom Leasing-Nehmer regelmäßig bei Vertragsbeginn zusammen mit der ersten Leasing-Rate gezahlt und mindern damit einerseits die zukünftigen Leasing-Raten, aber auch das Risiko des Leasinggebers. Sonderzahlungen werden im Rahmen des Risikomanagements des Leasing-Gebers oft eingesetzt, um dem höchsten Wertverlust des Leasingobjektes in der ersten Laufzeitdekade entgegen zu wirken und damit einem möglichen Ausfall zu verringern.

Leasing-Vermögen
Leasing-Objekte sind in der Bilanz der Leasing-Gesellschaft als Leasing-Vermögen aktiviert. Sie werden zunächst mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und dann über die Laufzeit planmäßig abgeschrieben. Das gesamte Leasing-Vermögen der deutschen Leasing-Unternehmen belief sich im Jahre 2002 auf 210 Mrd. Euro (bewertet zu Anschaffungskosten) bzw. 125 Mrd. Euro (bewertet zu Buchwerten).

Lieferung
Bei ordnungsgemäßer und vollständiger Lieferung der vertragsgemäßen und funktionstüchtigen Leasing-Objekte bestätigt der Leasing-Nehmer dies durch Unterschrift in einer Abnahmebestätigung. Die Leasing-Gesellschaft zahlt bei Vorlage der vom Leasing-Nehmer unterzeichneten Abnahmebestätigung die Rechnung des Lieferanten.

Maschinenbruchversicherung
Für die Erhaltung der Funktionstüchtigkeit der Leasing-Objekte ist der Leasing-Nehmer verantwortlich. Zur Reduzierung von Risiken sehen Leasing-Verträge über Industrie- und Produktionsmaschinen in der Regel vor, die Objekte gegen Maschinenbruch auf Kosten des Leasing-Nehmers zu versichern. Diesbezüglich unterstützen Leasing-Gesellschaften häufig ihre Kunden.

Mehr- / Mindererlösausgleich
Verträge mit Mehr-/Mindererlösausgleich sind eine im Mobilien-Leasing verbreitete Variante des Teilamortisationsvertrages. Bei Teilamortisationsverträgen wird nur ein Teil der Anschaffungs-/Herstellungskosten durch die während der Grundmietzeit gezahlten Leasing-Raten amortisiert; es bleibt ein nicht amortisierter Restwert offen. Zum Ausgleich dieses Restwerts wird das Leasing-Objekt nach Ablauf der Grundmietzeit am Markt verkauft. Wird dabei ein Mehrerlös erzielt, so wird dieser regelmäßig zwischen Leasing-Nehmer und Leasing-Geber aufgeteilt. Der Teilamortisationserlass erlaubt eine Beteiligung des Leasing-Nehmers am Mehrerlös bis zu maximal 75 %, ohne dass dadurch die Zurechnung des Leasing-Objektes beim Leasing-Geber gefährdet wird. Im Falle eines Mindererlöses muss dieser vollständig vom Leasing-Nehmer ausgeglichen werden.

Mietkauf
Beim Mietkauf sieht die vertragliche Regelung vor, das der Kunde (anders als im klassischen Leasingfall) mit dem Vertragsbeginn wirtschaftlicher Eigentümer wird, die Leasinggesellschaft als Mietkaufgeber, stattdessen juristischer Eigentümer wird. Eine ausführliche fachliche Information haben wir Ihnen dazu gesondert bereitgestellt unter der Rubrik -Wissenswertes- Mietkauf im direkten Vergleich zur klassischen Leasingvariante

Nebenkosten
Nebenkosten erhöhen den reinen Kaufpreis des Leasing-Objektes und umfassen z. B. Gebühren und Entgelte für Drittleistungen, Installations- und Einweisungskosten etc. Sie werden vom Leasing-Nehmer entweder unmittelbar oder durch Einbeziehung in die Leasing-Bemessungsgrundlage über die Leasing-Raten getragen.

Null-Leasing
Null-Leasing ist eine wettbewerbsrechtlich umstrittene Angebotsform, bei der die Summe der Leasing-Zahlungen genau dem Anschaffungswert des Leasing-Objekts entspricht. Anwendung findet dieses Modell in der Praxis in dem Fall, wo Hersteller und Leasinggeberfunktion in einer Hand sind (z. B. Herstellerleasing im Kfz.-Sektor).

Dem Kunden wird suggeriert, der Leasinggeber würde kostenfrei arbeiten. Tatsächlich ist das natürlich nicht so.

In Fällen, wo Hersteller und Leasinggeber aus einer Hand agieren, werden in der Regel die nicht vergebenen Rabatte intern vom Hersteller auf den Leasinggeber "umgebucht". Null Leasing ist deswegen in der Praxis vor allem ein beliebtes Modell der Automobilbranche.

Objektgesellschaften
Im Immobilien- und Großmobilien-Leasing werden in der Regel für jedes Objekt eigenständige Objektgesellschaften gegründet. Die Objektgesellschaft ist wirtschaftlicher und rechtlicher Eigentümer und Vermieter des Leasing-Objekts. Sie übernimmt die komplette Leasing-Geberfunktion von der Anschaffung/Errichtung über die Finanzierung und Vermietung bis hin zur Verwertung des Objektes.

Objektprüfung
Die Objektprüfung ist für die Risikobeurteilung bei der Entscheidung über Leasing-Engagements von zentraler Bedeutung. Der Leasing-Geber hat ein elementares Interesse, möglichst werthaltige und eindeutig fungible Objekte, die in Serienproduktion erstellt werden und einen großen Markt haben, zu verleasen. Je individueller ein Leasinggut ausgestattet ist, umso mehr steigt das Risiko des Leasinggebers.

Operating-Leasing
Die unter IAS/IFRS und US-GAAP gebräuchliche Bezeichnung für Leasing-Verhältnisse, die nach bestimmten Klassifizierungskriterien (Internationale Leasing-Bilanzierung) nicht als Financier bzw. Capital Leises anzusehen sind, ist Operating Lease. Bei diesen Leasing-Geschäften wird das Leasing-Objekt dem Leasing-Geber zugerechnet, der es in seiner Bilanz aktiviert und abschreibt. Nach deutschem Verständnis steht dieser Begriff allgemein für Leasing-Verträge, bei denen der Leasing-Geber das Risiko der Vollamortisation trägt. Die Vollamortisation tritt hier erst durch nachfolgende Leasing-/Mietzeiten oder Objektverwertungen ein. Dieser Sektor ist gegenwärtig verstärkt im IT- und PKW-Leasing-Bereich anzutreffen.

Prime Standard
Der Prime Standard ist ein Teilmarkt an der Frankfurter Wertpapierbörse, der hohe Transparenzanforderungen an Emittenten stellt, die über die des General Standard hinausgehen (zum Beispiel sind Quartalsberichte zu veröffentlichen und die gesamte Unternehmenskommunikation muss auch in englischer Sprache erfolgen). Ein Listing im Prime Standard ist Voraussetzung für die Aufnahme in einen Auswahlindex der Deutschen Börse wie DAX, MDAX, TecDAX oder SDAX.

Progressiver Leasing-Zahlungsplan
Werden zwischen Leasing-Gesellschaft und Leasing-Nehmer progressive Leasing-Raten vereinbart, ergibt sich beim Leasing-Nehmer anfänglich zuerst eine kleine Kostenbelastung der Leasingrate, die sich dann sukzessive zum Ende hin steigert. Dies ist entweder über zwei Stufen, aber auch eine sukzessive ansteigende Progression möglich.

Dieses Modell ist vor allem dann beliebt, wenn eine Maschine beispielsweise zuerst im Kundenkreis bekannt gemacht werden muss und der Leasingnehmer mit steigenden Einnahmen durch den Einsatz des Leasingobjektes nach einer Einführungsphase rechnet. Entsprechend wird der Ertragsanfall bei der Leasing-Gesellschaft in die Zukunft verlagert. Zudem steht bei dem Vertragsmodell der Leasinggeber im erhöhten Risiko, weil Wertverläufe des Leasinggutes und Risikoverläufe des Leasinggebers antizyklisch verlaufen (Wertverlust des Leasinggutes ist anfänglich am höchsten bei kleinem Kapitaldienst). Daher ist eine sehr gute Bonitätsbewertung des Leasingnehmers bei progressiven Zahlungsverläufen obligatorisch.

Quartalszahlung
Leasing-Nehmer und Leasing-Geber können sich abweichend von zumeist üblichen monatlichen Leasing-Raten-Zahlungen darauf verständigen, dass quartalsweise Leasing-Raten gezahlt werden.

Das Modell findet erhöhte Akzeptanz im small-ticket Bereich oder ist ein Modell für Leasingnehmer, die ihren Leasingplan nochmals wirtschaftlicher gestalten möchten.

In der Regel sollte der Leasinggeber die quartalsweise Zahlung gegenüber der monatlichen Zahlung dem Kunden gegenüber monetär honorieren durch kumuliert niedrigere Leasinggebühren. Während einerseits dem Leasinggeber bei Quartalszahlern die fällige Leasingrate vorschüssig am Anfang des Quartals für Monat eins, zwei und drei in einer Summe zufließt, muss andererseits der Monatszahler den Leasinggeber erst zum jeweils Ersten des Monats bedienen. Der Mittelzufluss von Leasingrate zwei erfolgt in diesem Fall 30 Tage später, in Monat drei 60 Tage später. Diesen Zinsgewinn sollte der Leasinggeber zumindest anteilig an seinen Kunden weiter geben.

Rating
Rating-Agenturen beurteilen (englisch "raten") die Bonität eines Emittenten nach einem standardisierten Verfahren über lang- und kurzfristige Zeiträume. Die Bewertung mit "AAA" bedeutet zum Beispiel größte Zahlungsfähigkeit und "C" sowie "D" sehr geringe Wahrscheinlichkeit auf Zahlung.

Reparaturen
Wie im Falle des Kaufes hat auch bei Finanzierungs-Leasing-Verträgen der Leasing-Nehmer alle notwendigen Reparaturen und Erhaltungsarbeiten an den Leasing-Objekten durchzuführen. Hierzu werden ihm eventuelle Gewährleistungs-, Nacherfüllungs- und Produkthaftungsansprüche des Leasing-Gebers (als Käufer und Eigentümer des Leasing-Objektes) gegenüber dem Lieferanten/Hersteller abgetreten.

Restwert
a) Buchtechnischer Restwert: Dies ist der Restbuchwert, der sich nach den buchhalterischen Bestimmungen zum Zeitpunkt der Beendigung des Leasing-Vertrages für das Leasing-Objekt in der Bilanz ergibt.

b) Kalkulierter Restwert: Beim kalkulierten Restwert gehen Leasing-Nehmer und Leasing-Geber davon aus, dass nach Ablauf der vereinbarten Grundmietzeit das Leasing-Objekt noch einen bestimmten Restwert hat, der sich aus der vereinbarten Nutzung unter Berücksichtigung der zukünftigen Marktpreisentwicklung ergibt.

c) Marktwert: Der Marktwert ist der tatsächliche Wert eines Wirtschaftsgutes, der bei der jeweiligen Marktlage zum Zeitpunkt der Veräußerung erzielt werden kann.

ROE
Abkürzung für "Return on Equity" (deutsch "Eigenkapitalrentabilität"). Der ROE errechnet sich, indem der Jahresüberschuss ins Verhältnis zum bilanziellen Eigenkapital gesetzt wird. Die Kennzahl gibt Auskunft über die Rendite, die mit dem Kapital der Aktionäre erwirtschaftet wurde.

Rückgabepflicht
Nach Beendigung des Leasing-Vertrages hat der Leasing-Nehmer das Leasing-Objekt an den Leasing-Geber zurückzugeben. Der Leasing-Geber ist nach wie vor juristischer Eigentümer des Leasing-Objektes. Kommt der Leasing-Nehmer dieser Pflicht nicht nach, kann die Leasing-Gesellschaft weiterhin Zahlungen der Leasing-Raten sowie ggf. auch zusätzlich Schadensersatz verlangen.

Sach- und Preisgefahr
Der Leasing-Geber hat als Käufer und Eigentümer von Leasing-Objekten die Sach- und Preisgefahr (bspw. alle Gefahren des zufälligen Unterganges, des Abhandenkommens, des Totalschadens, des Wegfalls der Gebrauchs-fähigkeit, der Beschädigungen sowie merkantiler Wertminderungen) zu tragen. Der Leasing-Geber überträgt im Rahmen des Leasing-Vertrages die Sach- und Preisgefahr gemäß den vertraglichen Bedingungen regelmäßig auf den Leasing-Nehmer. Grund hierfür ist, dass ausschließlich der Leasing-Nehmer das von ihm ausgesuchte bzw. für ihn gefertigte Objekt nutzt und auf dieses allein tatsächlichen Einfluss hat.

Sachmängel
Eine Sache ist (kaufrechtlich) frei von Sachmängeln, wenn sie - vereinfacht ausgedrückt - beim Gefahrenübergang auf den Leasing-Nehmer die nach dem Kaufvertrag zwischen Leasing-Geber und Lieferant/Händler vereinbarte Beschaffenheit hat. Im Falle von Sachmängeln stehen dem Leasing-Nehmer aufgrund der Abtretung der Nacherfüllungs- und Gewährleistungsrechte des Leasing-Gebers entsprechende Ansprüche gegenüber dem Lieferanten/Händler zu.

sale-and-lease-back
Beim Sale-and-lease-back-Vertrag kauft die Leasing-Gesellschaft das Leasing-Objekt vom künftigen Leasing-Nehmer und verleast es diesem anschließend wieder zurück. Dadurch erzielt der Leasing-Nehmer einen Liquiditätszufluss, verbessert die Bilanzkennzahlen und optimiert die Bilanzstruktur. Hierdurch könnten u. U. auch stille Reserven mobilisiert werden.

Scoring-Verfahren
Bei Leasinggesellschaften werden Scoring-Verfahren verwendet, um die Bonität eines potenziellen Leasingnehmers zu ermitteln. Anhand einer statistischen Berechnung soll die Ausfallwahrscheinlichkeit für einen abzuschließenden Leasingvertrag bestimmt werden, die als Entscheidungsgrundlage für die Annahme einer Leasinganfrage dient.

GRENKE bewertet seit 1994 die Bonitäten ihrer Leasingnehmer mit Hilfe eines solchen Scoring-Verfahrens. Dazu nutzt sie externe Informationsquellen, zum Beispiel über die Auskunftei Creditreform, die sie durch ihre eigene Datenbasis ergänzt. Jeder potenzielle Leasingnehmer erhält für seine Bonität eine Scoring-Note, die letztendlich darüber entscheidet, ob es zu einem Vertragsabschluss kommt oder nicht.

Sicherheiten
Grundsätzlich dient dem Leasing-Geber das Leasing-Objekt als Sicherheit. Je nach Risikoeinschätzung können Zusatzsicherheiten vereinbart werden. Hierzu zählen z. B. Kautionen, Bürgschaften und Garantien.

Sicherungsbestätigung
Mit einer Sicherungsbestätigung informiert eine Versicherungsgesellschaft den Versicherungsnehmer bzw. Leasing-Geber darüber, dass ein bestimmtes Leasing-Objekt einen bestimmten Versicherungsschutz hat. Üblicherweise erhält der Leasing-Geber nach einer Sicherungsbestätigung dafür einen Sicherungsschein.

Siehe auch: Sicherungsschein

Sicherungsschein
Der Sicherungsschein legt fest, wem Leistungen eines Versicherers im Schadensfall an einem Leasing-Objekt zustehen. Regelmäßig werden Sicherungsscheine vom Versicherer auf den Leasing-Geber als Objekteigentümer ausgestellt. Der Inhaber des Sicherungsscheins kann die Rechte aus dem Versicherungsvertrag geltend machen.

Der Leasinggeber lässt sich zum Vertragsanfang daher einen Antrag auf Ausstellung eines Maschinen- oder Kfz.-Sicherungsscheines ausstellen, der vom Leasingnehmer zu unterschreiben ist. Die Leasinggesellschaft versendet diesen Antrag an den Versicherer, damit dieser einen Sicherungsschein ausstellt. Nach ordnungsgemäßer Leasingvertragsbeendigung gibt der Leasinggeber den Sicherungsschein wieder an den Versicherer zurück und macht damit den direkten Kommunikationsweg zwischen Versicherer und Kunde wieder frei.

Small-Ticket-Leasing
In diesem Marktsegment werden Geräte wie Notebooks, PCs, Monitore und andere Peripheriegeräte, kleine Netzwerke, Software sowie Telekommunikations-, Sicherungs- und Kopiertechnik mit einem Anschaffungswert vorwiegend bis zu 25.000 EUR verleast. Meistens findet hier ein vereinfachtes Bonitätsverfahren statt.

Software-Leasing
Gegenstand eines Leasing-Vertrages können auch Computerprogramme (Software) sein. Beim Software-Leasing erwirbt der Leasinggeber vom Lieferanten nicht "Eigentum" an der Software, sondern ein im Einzelfall näher zu beschreibendes Nutzungsrecht, das er dem Leasing-Nehmer im Rahmen des Leasing-Vertrages zur Nutzung überlässt. Das von dem Leasing-Geber zu erwerbende Recht muss in diesen Fällen zumindest "eigentumsähnlich" ausgestaltet sein und das Recht zur Vermietung der Software an den Leasing-Nehmer beinhalten. Software kann gemeinsam mit Hardware oder - soweit sie wirtschaftlich selbständig nutzungsfähig ist - auch alleine Gegenstand eines Leasing-Vertrages sein.

Spezial-Leasing
Wenn ein Leasing-Objekt so auf die speziellen Erfordernisse eines einzigen Leasing-Nehmers zugeschnitten ist, dass es nur von diesem wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden kann, liegt Spezial-Leasing vor. In diesen Fällen erfolgt die steuerliche Zurechnung des Leasing-Objektes beim Leasing-Nehmer.

Stille Reserven
Siehe auch: Sale-and-lease-back

Teilamortisation
Teilamortisation bedeutet, dass der Leasing-Nehmer mit den während der unkündbaren Grundmietzeit des Leasing-Vertrages geleisteten Zahlungen die Gesamtkosten des Leasing-Gebers (Anschaffungs-/Herstellungskosten, Nebenkosten, Finanzierungskosten) nur zum Teil deckt. Zur Sicherstellung der erforderlichen vollen Amortisation der Kosten bei Vertragsende stehen unterschiedliche vertragliche Vereinbarungen zur Verfügung (Amortisation).

Totalschaden
Für einen Totalschaden und andere Beschädigungen des Leasing-Objekts hat im Mobilien-Leasing der Leasing-Nehmer einzustehen, in dessen alleiniger Verfügungsgewalt sich das Leasing-Objekt während der Dauer des Leasing-Vertrages befindet. Der Leasing-Nehmer hat daher das Objekt regelmäßig angemessen zu versichern.

Umdeutung
Von (steuerlicher) Umdeutung spricht man, wenn die Finanzverwaltung bei der Prüfung der steuerlichen Zurechnung des Leasing-Objekts zu einem anderen Ergebnis gelangt als von Leasing-Geber und Leasing-Nehmer angestrebt wird. So kann beispielsweise eine abweichende Einschätzung hinsichtlich des Vorliegens von Spezial-Leasing dazu führen, dass die Finanzverwaltung das Leasing-Objekt bei einem ansonsten erlasskonformen Vertrag dem Leasing-Nehmer anstatt dem Leasing-Geber zurechnet

Umtausch
Wenn ein Leasing-Objekt während der Dauer des Leasing-Vertrages gegen ein anderes ausgetauscht werden soll, z. B. um geänderten betrieblichen oder technischen Anforderungen des Leasing-Nehmers Rechnung zu tragen, kommt es zur sog. Umtauschabrechnung. Auf den Ablösebetrag wird der Verwertungserlös des zurückgegebenen Leasing-Objektes angerechnet. Über das neue Leasing-Objekt wird ein neuer Leasing-Vertrag mit neuer Laufzeit abgeschlossen.

Untergang
Der Untergang des Leasing-Objekts kann z. B. durch Unfall, Brand, Blitz-Stromschlag o. ä. Schadensereignisse verursacht werden. Im Mobilien-Leasing trägt der Leasing-Nehmer die Gefahr des Untergangs; er ist vertraglich verpflichtet, das Leasing-Objekt angemessen zu versichern. Reicht im Schadensfall die Versicherungsleistung nicht aus, um den Barwert der noch ausstehenden Leasing-Raten sowie eines kalkulierten Restwertes zu decken, hat der Leasing-Nehmer für den Differenzbetrag aufzukommen.

Untervermietung
Der Leasing-Nehmer ist zur Untervermietung der von ihm geleasten Objekte nur mit Zustimmung der Leasing-Gesellschaft berechtigt. Die Untervermietung birgt für den Leasing-Geber zusätzliche Risiken. Daher wird der Leasing-Geber seine Zustimmung regelmäßig von der Bonität des Leasing-Nehmers und des Untermieters sowie ggf. von zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen, beispielsweise direkten Mietzahlungen des Untermieters an den Leasing-Geber, abhängig machen.

US-Lease
Hierunter ist eine steuerliche Gestaltung zu verstehen, die es u. a. deutschen Kommunen in der Vergangenheit ermöglichte, von US-amerikanischen Steuervergünstigungen zu profitieren. Nach einer entsprechenden Gesetzesänderung in den USA sind derartige Geschäfte zukünftig nicht mehr möglich.

Bei US-Leases wurden kommunale Infrastruktureinrichtungen (z. B. Klärwerk, U-Bahn-Netz) an amerikanische Investoren vermietet und sofort wieder zurückgemietet. Die vertragliche Bindung der Kommunen erstreckte sich in der Regel auf 20 bis 30 Jahre. Die Kommune blieb weiterhin Eigentümerin des Objektes und konnte es weiterhin nutzen. Der US-amerikanische Fiskus gewährte den Investoren Steuervorteile, die zu einem bestimmten Teil der Kommune zugute kamen und durch entsprechende Ausgestaltung der gegenseitigen Zahlungsverpflichtungen zu einem sofortigen Liquiditätszufluss führten.

US-Leases werden oft mit Cross-Border-Leasing gleichgesetzt, haben jedoch mit Finanzierungs-Leasing deutscher Prägung - egal ob grenzüberschreitend oder nicht - nichts zu tun.

Veräußerungserlös / Verwertungserlös
Der Veräußerungserlös des Leasing-Gegenstandes steht grundsätzlich dem Leasing-Geber als Eigentümer zu. Für den Teil des Veräußerungserlöses, der die Restamortisation übersteigt, können zwischen Leasing-Geber und Leasing-Nehmer Vereinbarungen über die Aufteilung des Mehrerlöses getroffen werden (Mehr-/Mindererlösausgleich).

Bei Teilamortisationsverträgen darf der Anteil des Leasing-Nehmers maximal 75 % dieses Mehrerlöses ausmachen. Beim kündbaren Leasing-Vertrag dürfen maximal 90 % des Verwertungserlöses auf die vom Leasing-Nehmer zu leistende Abschlusszahlung im Falle einer Kündigung angerechnet werden.

Verität
Verkauft ein Leasing-Geber zukünftige Forderungen aus Leasing-Verträgen an ein Kreditinstitut (sog. Forfaitierung), so haftet er beim regresslosen Forderungsverkauf gegenüber dem Käufer nur für den rechtlichen Bestand der Forderung, d. h. diese muss frei von Einreden zum Zeitpunkt des Verkaufes und während der Dauer der Leasing-Zeit sein. Er haftet hingegen nicht für die Bonität des Leasing-Nehmers. Daher ist ein lückenloser und nachvollziehbarer Beschaffungsweg der Leasinggüter notwendig, um das Veritätsrisiko auszuschließen.

Verkehrswert
Der Verkehrswert (sog. gemeine Wert) entspricht dem Preis, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsgutes bei seiner Veräußerung zu erzielen ist. Dieser Wert ist üblicherweise anzusetzen, wenn ein Leasing-Nehmer nach Ablauf eines Leasing-Vertrages das Leasing-Objekt vom Leasing-Geber kaufen möchte.

Verlängerungsoption / Verlängerungsvertrag
Durch eine Verlängerungsoption kann dem Leasing-Nehmer das Recht eingeräumt werden, nach Ablauf der Laufzeit des Leasing-Vertrages das Leasing-Objekt weiter nutzen zu können. Hierzu werden Verlängerungsverträge mit dem Leasing-Nehmer abgeschlossen, deren Ausgangspunkt grundsätzlich der Restbuchwert bzw. der niedrigere gemeine Wert oder der nicht amortisierte Restwert ist.

Vermieterpfandrecht
Ein Vermieter hat für seine Forderungen aus dem (Grundstücks-, Raum-) Mietverhältnis ein Pfandrecht an den eingebrachten Sachen des Mieters. Das Pfandrecht besteht indes nur für im Alleineigentum des Mieters stehende Sachen. Zum lastenfreien Eigentumserwerb durch Leasing-Unternehmen beim Sale-and-lease-back ist es erforderlich, dass der Vermieter des Wohn- oder Geschäftsraumes gegenüber dem Leasing-Unternehmen auf sein Vermieterpfandrecht verzichtet.

Versicherungen
Im Interesse aller Vertragsbeteiligten sind Leasing-Objekte ausreichend zu versichern. Hierzu wird der Leasing-Nehmer regelmäßig in den Allgemeinen Leasing-Bedingungen auch vertraglich verpflichtet. Manche Leasing-Gesellschaften bieten ihren Kunden individuelle Lösungen zum Thema Versicherung an. Die Zahlung der Versicherungsprämien obliegt regelmäßig dem Leasing-Nehmer.

Vollamortisation
Vollamortisation liegt vor, wenn die Gesamtinvestitionskosten des Leasing-Gebers einschließlich seiner Zins- und Verwaltungsaufwendungen sowie seines Gewinns durch die fest vereinbarten Leasing-Zahlungen abgedeckt werden. Beim deutschen Finanzierungs-Leasing garantiert der Leasing-Nehmer dem Leasing-Geber die Vollamortisation. Bei Vollamortisations-verträgen geschieht dies allein durch die fest vereinbarten Leasing-Zahlungen während der Grundmietzeit, bei Teilamortisationsverträgen zusätzlich über den vom Leasing-Nehmer garantierten Restwert. Vgl. auch Teilamortisation.

Vollkasko
Im Kfz-Leasing wird von Leasing-Gesellschaften u. a. der Abschluss einer Vollkaskoversicherung durch den Leasing-Nehmer verlangt. Diese Versicherung kann vom Leasingnehmer direkt abgeschlossen werden bei seiner Versicherung. Oftmals bieten die Leasinggeber auch Versicherungs-lösungen in Verbindung mit ihren Leasingkonstrukten an.

Voranfrage / Vorprüfung
Besonders im Vertriebs-Leasing sind schnelle Entscheidungen von Leasing-Gesellschaften wichtig. Daher reichen die Hersteller/Händler bei größeren Investitionen zuweilen Voranfragen ein, damit die Leasing-Gesellschaften die Prüfung von Kundenbonität und Objektqualität vornehmen kann. Dadurch werden der Vertragsabschluss des Lieferanten erleichtert und die Vertragsabwicklung beschleunigt.

Widerrufsrecht / Widerrufsbelehrung
Ist der Leasing-Nehmer Verbraucher, so kann er innerhalb einer zweiwöchigen Frist einen Leasing-Vertrag widerrufen. Die Leasing-Gesellschaft muss den Verbraucher über sein diesbezügliches Widerrufsrecht belehren. Im Falle des Widerrufes durch den Verbraucher wird der Leasing-Vertrag rückabgewickelt: Der Leasing-Nehmer hat das Leasing-Objekt zurückzugeben. Der Leasing-Geber muss gezahlte Raten an den Leasing-Nehmer erstatten. Für den Gebrauch des Leasing-Objektes steht dem Leasing-Geber eine Nutzungsentschädigung zu. Unternehmen, die nicht unter den Verbraucherschutz fallen, haben dieses Widerrufsrecht per gesetzlichen Status nicht.

Zubehörhaftung
Als Zubehör werden bewegliche Sachen bezeichnet, die ohne Bestandteile der Hauptsache zu sein, dort dem wirtschaftlichen Zweck der Hauptsache zu dienen bestimmt sind und zur Hauptsache in einem dieser Bestimmung entsprechenden räumlichen Verhältnis stehen.

Eine Hypothek auf ein Grundstück erstreckt sich beispielsweise auch auf das Zubehör, soweit es im Eigentum des Grundstückseigentümers steht. Beim Leasing kann es in erster Linie bei Sale and lease back zur Zubehörhaftung kommen. In diesen Fällen benötigt der Leasing-Geber die Freigabe-Erklärung eines evtl. Hypothekengläubigers, um lastenfreies Eigentum erwerben zu können (siehe auch Vermieterpfandrecht).
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